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Entspannt vor Union-Duell: Tedesco redet den Druck weg

Leipzigs Torwart Peter Gulacsi kommt zu einer Trainingseinheit. / Foto: Jan Woitas/dpa/Archivbild
Leipzigs Torwart Peter Gulacsi kommt zu einer Trainingseinheit. / Foto: Jan Woitas/dpa/Archivbild

Domenico Tedesco gab sich betont gelassen. «Einfach mal entspannt bleiben», sagte der Trainer von RB Leipzig mit einem sanften Lächeln. Sein Signal: Der Fehlstart in die Fußball-Bundesliga mit nur zwei Punkten aus zwei Spielen, die Meinungsverschiedenheit mit Clubboss Oliver Mintzlaff darüber oder unzufriedene Spieler wie Fan-Liebling Emil Forsberg - alles halb so wild. Gelingt allerdings auch am Samstag (18.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Union Berlin kein Sieg, könnte sich die Gemütslage schnell ändern.

Denn ohne einen Erfolg aus den ersten drei Spielen ist RB noch nie in die Bundesliga gestartet. Und mittlerweile sind wohlgemerkt auch die Ansprüche gewachsen. Es zählt nicht das schöne Spiel, sondern der Tabellenplatz. Druck verspürt Tedesco angeblich nicht. «Es wäre schlecht, wenn wir das zulassen und irgendwas anders machen würden, weil wir zwei Punkte aus zwei Spielen geholt haben», sagte der 36-Jährige.

Sein Vorgesetzter Mintzlaff sah das nach dem 2:2 gegen Köln etwas anders. Vor allem die Punktausbeute monierte der Vorstandschef, während Tedesco eher auf die Spielweise schaute. «Im Grundsatz darf der Chef immer alles sagen. Was wäre ich für ein Trainer, wenn ich da enttäuscht wäre. Das gehört dazu», betonte Tedesco. Als Fazit sieht er das Spiel beim 1:1 in Stuttgart als «super» an und die Leistung gegen Köln als «okay bis gut».

In Berlin muss dann eher wieder ein «super» her, soll es mit dem Sieg klappen. Die vergangenen drei Bundesliga-Duelle entschied Union alle mit 2:1 für sich, zwei davon stiegen im Stadion An der Alten Försterei. In der RB-feindlichen Atmosphäre Köpenicks zählen Robustheit und mentale Stärke eher als spielerischer Glanz. Gut also, dass Konrad Laimer und Josko Gvardiol komplett fit und ernsthafte Kandidaten für die Startelf sind.

Weniger gut ist der Ausfall von Peter Gulacsi. Der Kapitän muss wegen einer Adduktorenverletzung aus dem Köln-Spiel passen. «Das Risiko wäre zu groß, würden wir Pete spielen lassen. Es ist eine Vorsichtsmaßnahme», sagte Tedesco. Statt Gulacsi wird Neuzugang Janis Blaswich im Tor stehen. Gulacsi wäre bei Union zu seinem 200. Bundesliga-Einsatz für Leipzig gekommen.

Blaswich stand in der Vorbereitung beim 0:5 gegen den FC Liverpool im Tor und hatte da nicht den besten Tag. Ein Umstand, der Tedesco allerdings nicht unruhig werden lässt. «In erster Linie muss ein Torwart gut halten können und das kann er. Er hat über 100 Spiele in der Ehrendivision gemacht als Stammtorwart», sagte der Coach. Blaswich spielte von 2018 bis zum Sommer bei Heracles Almelo in den Niederlanden.

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