Die deutschen Motorrad-Fans dürfen nach Ansicht des ehemaligen Fahrers und Teamchefs Dirk Heidolf schon bald wieder einen Landsmann anfeuern. Vor allem seinem Schützling Fynn Kratochwil traut der 48-Jährige den Sprung in die Weltmeisterschaft zu. Das Talent aus dem thüringischen Mühlhausen gewann bislang fünf von sechs Saisonrennen in der Nachwuchsserie Northern Talent Cup und startete auch vielversprechend in das Heimwochenende auf dem Sachsenring.
«Man muss im Kopf so weit sein, dass man diesen Druck in Motivation umwandelt», sagte Kratochwil über seinen Umgang mit den großen Hoffnungen, die in ihn gesetzt werden. In der Qualifikation am Freitagabend rechtfertigte er die Erwartungen. Mit mehr als einer halben Sekunde Vorsprung sicherte er sich den ersten Startplatz.
«Ich bin fest davon überzeugt, dass das mit ihm mal wieder etwas werden könnte. Wir brauchen das auch ganz dringlich. Alle hecheln nach einem deutschen Piloten», sagte Heidolf über den 14-Jährigen, den er trainiert und berät. «Er ist eines der größten Talente, das wir haben.»