loading

Dein Sachsen lädt...

Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Hasenhüttl setzt auf Bewährtes

An die Rekorde der Vorsaison wird RB Leipzig nicht rankommen, die Überraschungen sollen laut Ralph Hasenhüttl aber nicht weniger werden. «Wir spielen zum Start wieder auswärts, wenn wir ungeschlagen da rausgehen und gegen Freiburg nachlegen, bin ich schon zufrieden, das nimmt Druck aus dem Kessel», sagte der 50-jährige Trainer am Donnerstag vor dem Auftakt an diesem Samstag (18.30 Uhr) beim FC Schalke 04.

Der beste Liga-Neuling der Bundesliga-Historie (20 Siege), der die ersten 13 Spiele ungeschlagen war und als Aufsteiger acht Siege in Serie feierte, befindet sich mit seinen sechs Neuzugängen aber noch in der Findungsphase. Daher setzt Hasenhüttl auf eingespielte Automatismen. «Es ist schon ein Vorteil, dass man eine Formation kennt und im Kopf hat, wo man weiß, dass sie funktioniert», sagte der 50-jährige Trainer am Donnerstag und lobte zugleich den größeren Handlungsspielraum: «Die Spieler, die hier waren, kennen die Abläufe schon, doch die Neuen lernen schnell. Wichtig ist, dass man von der Bank Qualität nachlegen kann. Das kann schon am Wochenende gegen Schalke enorm helfen.»

Beste Chancen auf ein RB-Debüt haben Konrad Laimer und Bruma. Denn Nationalspieler Diego Demme ist erst am Mittwoch ins Mannschaftstraining eingestiegen und hat noch konditionelle Nachteile. «Wir wollen ihm noch ein bissl Zeit geben, um in den Rhythmus zu kommen», sagte der Trainer. Das wäre die Chance für den Neuzugang aus Österreich im defensiven Mittelfeld - wenn nicht sein routinierter Landsmann Stefan Ilsanker ihm den Einsatz wegschnappt. Der zuletzt ausgefallene Emil Forsberg gilt als Spielmacher neben Marcel Sabitzer für gesetzt. Doch er nahm wegen einer Angina bis zuletzt Antibiotika und wird laut Hasenhüttl kaum Luft für 90 Minuten haben. Der dribbelstarke Portugiese Bruma steht bereit.

Normalerweise hat sich der Trainer von einer Stammelf verabschiedet. Er sprach von «den ersten 16 oder 17, vielleicht sogar noch mehr». Zum Start geht er aber kein Risiko. Im Abwehrzentrum vor der Nummer eins mit Peter Gulacsi, der sich gegen den Schweizer Neuzugang Yvon Mvogo durchsetzte, setzt er auf bewährte Kräfte. Neben Neu-Kapitän Willi Orban wird auf Schalke wohl der routinierte Marvin Compper oder der junge Dayot Upamecano spielen, während die Außenpositionen vorerst an Lukas Klostermann (rechts) und Marcel Halstenberg (links) vergeben sind.

Im Angriff führt erneut kein Weg am agilen Dänen Yussuf Poulsen vorbei. «Yussi erfährt immer dann seine Wertschätzung, wenn er nicht auf dem Platz steht. Man hat dann immer das Gefühl, es fehlt ein wichtiges Element in unserem Spiel», lobte Hasenhüttl. Und Neu-Nationalspieler Timo Werner ist nach seiner überragenden Saison (21 Tore) in der Spitze gesetzt. Die Schwalben-Thematik aus dem Schalke-Spiel ist vergessen. «Wir thematisieren das Thema nicht mehr, das Spiel gibt so viel andere Themen her. Es ist alles gesagt worden», redete Hasenhüttl Klartext. «Timo ist sowieso ein Wettkampftyp, Training ist nicht immer so seine allerliebste Art, sich zu zeigen. Er braucht schon die 90 Minuten am Wochenende, um alles von sich abzuverlangen», meinte Hasenhüttl über den besten deutschen Stürmer der Vorsaison (21 Tore).

Beim FC Schalke erwartet Leipzigs Cheftrainer mit Domenico Tedesco ein knifflige Aufgabe. «Ich kenne den Kollegen schon sehr, sehr lange. Er hat beim VfB Stuttgart meinen Sohn trainiert. Man sieht jetzt schon die Handschrift, gewisse Automatismen, Schalke macht einen kompakten Eindruck, es ist eine klare Philosophie erkennbar», sagte er. Man habe sich dafür auf RB-Seite etwas zurecht gelegt. «Wir wollen schon was Zählbares mitnehmen», forderte Hasenhüttl, der Naby Keita am Donnerstag beim Training nach einem Schlag auf dem Fuß etwas schonte. «Eine reine Vorsichtsmaßnahme», meinte der Coach.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Hendrik Schmidt