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Dynamo in Liga zwei, Hansa sichert Relegation

Symbolbild Fußball / pixabay jarmoluk
Symbolbild Fußball / pixabay jarmoluk

Dynamo ist zurück in Liga zwei. Hansa steht vor der Rückkehr ins Unterhaus, hat die Relegation aber schon sicher. Die Magdeburger Serie ist gerissen. In Halle feierte Minge als Sportdirektor einen gelungenen Einstand.

DYNAMO REPARIERT BETRIEBSUNFALL: Dynamo Dresden ist zum vierten Mal nach 2004, 2011 und 2016 in die 2. Fußball-Bundesliga aufgestiegen. Ein 4:0 (2:0) am Sonntag gegen Türkgücü München reichte, um die Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus vorzeitig perfekt zu machen. Damit korrigierten die Elbestädter sofort den Betriebsunfall aus dem Vorjahr. Christoph Daferner hatte Dresden schon nach 15 Minuten in Führung gebracht, ehe Ransford-Yeboah Königsdörffer (27.) für die Vorentscheidung sorgte. Nach dem Wechsel trafen Heinz Mörschel (62.) und Panagiotis Vlachidimos (90.) zum Endstand.

Dynamo begann nervös, auch weil München schon früh und agressiv jegliche Bemühungen der Hausherren störte. Die Gäste hatten daher in der ersten Viertelstunde etwas mehr vom Spiel, luden Dresden letztlich aber selbst zum Führungstor ein. Eine zu kurz geratene Kopfball-Rückgabe von Yi-young Park eroberte Daferner, der anschließend München-Torwart René Vollath überlupfte. Das Tor sorgte für Sicherheit. Die Mannschaft von Alexander Schmidt erhöhte dank Königsdörffer. Im zweiten Durchgang ließ Dresden dann nichts mehr anbrennen. Mörschel und Vlachodimos trafen dann zum Endstand.

HANSA SICHERT RELEGATION: Nach neun Jahren Drittliga-Tristesse fehlen Hansa Rostock noch 90 Minuten zur Zweitklassigkeit. Das Wichtigste: Die Protagonisten können sich auf dem Weg dorthin nur selbst stoppen. «Wir haben heute sicher einen guten Schritt gemacht. Der dritte Platz ist sicher, aber du willst jetzt auch gern Zweiter bleiben», sagte Trainer Jens Härtel nach dem 1:0 (1:0) bei Absteiger SpVgg Unterhaching sichtlich erleichtert. Der zehnte Auswärtssieg beließ die Hanseaten vor dem Saisonfinale am nächsten Samstag gegen den VfB Lübeck auf einem direkten Aufstiegsplatz. Wenn die Härtel-Elf noch einmal dreifach punktet, ist die Rückkehr in die 2. Bundesliga perfekt.

Zu verdanken hat Hansa die hoffnungsvolle Ausgangsposition Philip Türpitz, der nach einer knappen halben Stunde für das Tor des Tages sorgte und die rund 200 mitgereisten Fans vor den Toren des Hachinger Sportpark in Ekstase versetzte. «Ich übernehme gerne Verantwortung, ich will Verantwortung übernehmen. Ich bin froh, wenn ich in der ein oder anderen Situation einen kühlen Kopf bewahren kann und somit dann der Mannschaft helfen kann», sagte Türpitz bei «MagentaSport». Der Linksaußen hatte schon den 1. FC Magdeburg unter Härtel 2018 mit 17 Toren in die 2. Liga geschossen.

HALLE MIT GELUNGENEN MINGE-EINSTAND: Unter den Augen vom neuen Sportdirektor Ralf Minge konnte der Hallesche FC sein letztes Heimspiel in dieser Saison überzeugend gewinnen. Die Schützlinge von Trainer Florian Schnorrenberg bezwangen am Sonntag den SV Wehen Wiesbaden mit 4:0 (2:0). Die Treffer zum höchsten HFC-Saisonsieg erzielten Michael Eberwein (21.) und Julian Derstroff (22.) innerhalb von nicht einmal 60 Sekunden. Terrence Boyd (60., 64.) schraubte mit seinem Doppelpack das Ergebnis in die Höhe. Die Hallenser liegen nach dem 13. Erfolg vor dem letzten Punktspiel nur noch einen Punkt hinter dem Landesrivalen 1. FC Magdeburg.

«Die Mannschaft hat die aufsteigende Tendenz der vergangenen Wochen bestätigt, die Tore toll herausgespielt. Ich habe mich auch über das starke Debüt von unserem jungen Torhüter Tim Schreiber gefreut», sagte Schnorrenberg, der in den letzten zwölf Minuten nach Roter Karte gegen Niklas Kastenhofer mit seinem Team in Unterzahl spielte. HFC-Schlussmann Schreiber, der für die verletzt fehlende Nummer Eins Sven Müller spielte, sorgte mit zahlreichen Glanzparaden für die Null am Ende. Erst parierte er gegen Gustaf Nilsson (52.), dann zweimal glänzend in der Schlussphase gegen die Gäste.

FCM-SERIE GERISSEN: Nach elf ungeschlagenen Spielen ist die Serie des 1. FC Magdeburg gerissen. Und wie. Der FCM dominierte das Spiel, traf aber das Tor nicht. Anders der abstiegsbedrohte KFC Uerdingen, der mit dem 1:0 auf einen Nichtabstiegsplatz kletterte. Gustav Marcussen (76.) traf für den KFC, dessen Keeper Lukas Königshofer es auf den Punkt brachte: «Wir haben aus nicht viel ein Tor gemacht. Magdeburg war auf jeden Fall die bessere Mannschaft, aber das juckt niemanden.» Das Team von Christian Titz nutzte die Chancen einfach nicht: «Wir haben das Spiel über die komplette Spieldauer kontrolliert. Die zweite Halbzeit war ein Spiel auf ein Tor. Wir bekommen einen Konter, bei dem wir aber auch selbst schuld sind und dann gehst du als Verlierer vom Platz.»

Dabei kehrte Raphael Obermair nach seiner Rotsperre zurück. Der FCM versuchte es im Flachpass-Spiel, tat sich gegen die mit langen Bällen agierenden Uerdinger aber schwer. Königshofer parierte erste Abschlüsse von Florian Kath (15., 18.), Dominik Ernst (21.) legte den Ball am Tor vorbei. Nach der Pause tat sich der FCM gegen tief stehende Uerdinger schwer, ehe der eingewechselte Marcussen zum KFC-Sieg traf.

3. Liga

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH