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Dynamo Dresden in der Krise: «Wichtig ist der Kopf»

Dynamos Trainer Alexander Schmidt. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Dynamos Trainer Alexander Schmidt. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Sieben der vergangenen acht Spiele hat Dresden verloren. Einzig der gute Saisonstart verhindert den Sturz auf einen Abstiegsplatz. Doch die Tendenz ist erschreckend.

– Minutenlang bleibt Kevin Broll nach dem Abpfiff regungslos im eigenen Strafraum liegen. Es wirkt, als wolle sich der Torwart des Fußball-Zweitligisten von Dynamo Dresden im Rasen vergraben. Als einer der wenigen Profis im Kader des Aufsteigers hat Broll den Abstieg vor zwei Jahren miterlebt. Erinnerungen scheinen wieder hochzukommen. 14 Gegentore hat er in den vergangenen acht Partien kassiert. Sieben Mal gingen Broll und seinen Kollegen als Verlierer vom Platz. Zuletzt am Samstag mit 0:1 gegen den bis dato Drittletzten SV Sandhausen.

Auch die Geduld so einiger Fans scheint so langsam aufgebraucht. Erstmals in dieser Saison gibt es nach dem Schlusspfiff auch lautstarke Pfiffe. Wenn auch nur wenig später aufmunternde Sprechchöre folgen.

Es könnte ein stürmischer Herbst für Dynamo-Trainer Alexander Schmidt werden. Angesichts der Niederlagenserie bemüht sich der 53-Jährige dennoch weiter um Optimismus. «Es sind Nuancen, die uns fehlen», sagt er. «Trotz alledem muss man positiv bleiben. Wichtig ist der Kopf und die Mannschaft aufzurichten. Vom Willen her kann man niemanden was vorwerfen.»

Es sind Worte, die auch vor zwei Jahren immer wieder fielen. Doch Schmidt weiß selbst am besten, dass auch für ihn nur Punkte zählen. Die hat seine Mannschaft vor allem zu Beginn der Saison geholt. Zehn waren es in den ersten vier Spielen. Lediglich drei folgten in den letzten acht.

Wie in einem schlechten Film wiederholen sich derzeit die Fehler der Akteure. Vor allem bei Standardsituationen sieht Dynamo schlecht aus. Fünf der vergangenen sieben Gegentore fielen nach einer Ecke oder einem Freistoß. Auf der Gegenseite präsentiert sich die Schmidt-Elf bei ruhendem Ball komplett ungefährlich. Allein 21 Ecken blieben in den vergangenen drei Pflichtspielen ungenutzt. Am Samstag gegen Sandhausen waren es zehn, die allesamt beim Gegner landeten.

Dabei waren Standardsituationen zu Beginn der Saison noch eine Stärke. Sowohl beim Remis in Hamburg als auch beim Erstrunden-Pokalsieg gegen den SC Paderborn verwertete Tim Knipping jeweils eine von Chris Löwe geschlagene Ecke per Kopf. Beim Heimsieg gegen Hannover 96 war es wiederum das Duo Löwe/Knipping, das für Sebastian Mai auflegte.

Doch Knipping fehlt aufgrund eines Kreuzbandrisses noch für Monate. Es ist nicht der einzige Dauer-Ausfall eines Leistungsträgers, der nicht adäquat ersetzt werden kann. Auch Panagiotis Vlachodimos hatte sich das Kreuzband gerissen. Brandon Borrello fehlt bereits seit Wochen aufgrund eines Mittelfußbruches. Voraussichtlich in 14 Tagen steigt der Australier wieder ins Training ein.

Dennoch braucht Dynamo im Winter Verstärkungen. «Es sind noch sieben Spiele, bis das Transferfenster öffnet», erklärte Sportgeschäftsführer Ralf Becker vor dem Sandhausen-Spiel beim TV-Sender Sky. «Wir analysieren und bewerten derzeit. Wenn es so weit ist, werden wir uns damit beschäftigen.» Kaderplaner Kristian Walter war zumindest auch diesen Samstag nicht im Dresdner Stadion gesehen.

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Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH