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Drei Punkte fürs Selbstvertrauen: Dynamo dominiert Fürth

 Thomas Keller (M, Dynamo Dresden) trifft per Kopfball zum 1:0. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Thomas Keller (M, Dynamo Dresden) trifft per Kopfball zum 1:0. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Das Kellerduell zum Rückrundenauftakt galt als richtungweisend. Wenn es das ist, führt Dresdens Weg aus der Abstiegszone heraus.

Drei Punkte, kein Gegentor, den letzten Tabellenplatz verlassen: Der Rückrundenauftakt von Dynamo Dresden hätte kaum besser laufen können. Das 2:0 über die SpVgg Greuther Fürth war der erste Befreiungsschlag für Schwarz-Gelb. Den man aber ob der Leistung der Gäste alles andere als überbewerten darf.

«Es ist schön, wenn das aufgeht, was man sich vorgenommen hat», sagte Jakob Lemmer, der mit seinem 2:0 nach 49 Minuten schon die Weichen auf Sieg gestellt hatte. Zuvor hatte sich Thomas Keller (35.) mit seinem Debüt-Tor für Dynamo für eine anschließend ganz starke Partie frühzeitig belohnt.

Stamm setzt auf Winterneuzugänge

Dynamo-Trainer Thomas Stamm setzte in der Startelf auf alle vier in der Weihnachtspause ausgeliehenen Feldspieler: Thomas Keller (1. FC Heidenheim) Jonas Sterner (Hannover 96), Robert Wagner (SC Freiburg) und Jason Ceka (SV Elversberg) durften sich in dem bedeutungsvollen Kellerduell vor heimischem Publikum präsentieren. 5.000 Dresdner Anhänger hatten sich und die Mannschaft mit einem Fanmarsch vom Hauptbahnhof zum Stadion auf die Mission Klassenverbleib vorbereitet und eingeschworen. «Sie haben alle ihre Sache sehr ordentlich gemacht. Jeder hat seine Stärken eingebracht. Aber auch die Alten haben überzeugt», sagte Stamm.

Dynamo braucht viel Anlaufzeit

Auf dem schwer bespielbaren Untergrund - der Rasen war nach dem Eishockey-Winter-Game eine Woche zuvor ausgewechselt worden und natürlich noch nicht angewachsen - brauchte Dynamo Zeit, um sich auf das Spiel einzustellen. Das Team vermied Hau-Ruck-Fußball, sondern legte das Augenmerk auf Sicherheit - sowohl in der Abwehr als auch im Spielaufbau. Keller strahlte im Verbund mit Julian Pauli in der Defensive Ruhe aus, auch wenn die Abwehr bei einem Kopfball von Noel Futkeu (7.) nicht gerade stabil aussah.

Nach vorn ging aber nicht viel. Ceka mühte sich, das Spiel an sich zu reißen, doch er wirkte überdreht, fand nur wenig Bindung. Niklas Hauptmann sicherte mehr nach hinten ab, so dass es kaum Ideen im Spielaufbau gab. Immerhin hatten die Sachsen das Spiel im Griff und trauten sich zumindest bei Standards einiges zu.

Keller überragt hinten und vorne

Vor allem durch Keller, den die Fürther scheinbar gar nicht auf der Rechnung hatten. Dreimal tauchte der Abwehrrecke vor dem Kleeblatt-Tor auf, dreimal wurde es brandgefährlich. Scheiterte er nach 25 Minuten noch am Rücken von Fürths Philipp Ziereis, traf er wenig später per Kopf nach der dritten Ecke. Und kurz vor der Pause hatte er noch eine weitere Kopfballchance (44.), die aber Timo Schlieck im Tor vereitelte.

Lemmer-Tor sorgt für Vorentscheidung

In den ersten Minuten nach dem Wechsel hatte man das Gefühl, dass Fürth nun strukturierter nach vorn spielen will. Doch Dynamo nahm diesem Vorhaben schnell den Wind aus den Segeln. Lemmer wurde im Mittelfeld nicht angegriffen und zog aus zentraler Position etwa 30 Meter vor dem Tor flach ab, der Ball schlug neben dem linken Pfosten ein.

Es sollte schon zu diesem frühen Zeitpunkt die Vorentscheidung sein. Zum einen, weil Dynamo weiterhin den Weg nach vorn suchte. Zum anderen, weil den Franken selbst nicht viel einfiel. Selbst als die Gastgeber nach einer Stunde Spielzeit einige Unkonzentriertheiten im defensiven Bereich offenbarten, konnte Fürth daraus kein Kapital schlagen. Futkeu (86.) traf noch den Pfosten, nachdem der eingewechselte Christoph Daferner (85.) allein vor Schlieck den Ball über das Tor geschossen hatte.

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