Pavel Dotchev ist als Trainer des Fußball-Zweitligisten FC Erzgebirge Aue zurückgetreten. Das gab die Vereinsführung am Dienstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Dotchev bekannt. Nach dem 1:4-Debakel im Sachsenderby gegen Dynamo Dresden hatte Dotchev seine Demission angeboten. Am Montagabend nahm der Verein nach einem zweistündigen Gespräch zwischen Trainer und Vorstand das Gesuch Dotchevs an.
«Es geht nicht um mich, sondern um das Beste für den Verein. Ich denke, wenn ein neuer Trainer kommt, kann er kurzfristige Impulse geben, die es braucht», sagte Dotchev und fügte unter Tränen hinzu: «Ich wünsche allen von Herzen das Beste. Das war eine sehr schwierige Entscheidung für mich, das hat mich sehr viel Kraft gekostet.» Vereinspräsident Helge Leonhardt lobte Dotchev für seine Arbeit: «Pavel ist für mich ein hervorragender Mensch und ein hervorragender Trainer. Er verlässt den Verein durch die Vordertür».
Ein neuer Trainer ist noch nicht gefunden. «Es gab keinen Plan B, der Plan B wurde zum Plan A, es muss ein neuer Cheftrainer gefunden werden, daher muss ich jetzt loslaufen. Ich appelliere an den Verein, dass wir uns auf das Wesentliche konzentrieren», sagte Leonhardt. Wer die Trainersuche nun leiten soll, bis wann diese abgeschlossen sein soll und wie das Anforderungsprofil aussieht, blieb offen. Aufgrund der geringen finanziellen Mittel ist es wahrscheinlich, dass ein junger Trainer die Chance erhalten wird, den Tabellenletzten in den verbleibenden zwölf Punktspielen noch zu retten.