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Bayern-Gen soll helfen: Dynamos Neuanfang mit Ex-Münchnern

26.08.2020 von

Foto: Neuzugang Patrick Weihrauch beim Fototermin. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/archiv

Ein kleines bisschen soll das viel gepriesene Erfolgs-Gen von Champions-League-Sieger FC Bayern in der kommenden Saison auch Dynamo Dresden helfen. Als die Münchner am vergangenen Sonntag zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte das Triple perfekt machen konnten, war wohl auch beim sächsischen Drittligisten der Jubel einen Tick größer. Denn beim gemeinsamen Fußballabend saßen auch drei Akteure vor dem Fernseher, die ihre fußballerische Ausbildung beim Rekordmeister genossen haben und nun dem Zweitliga-Absteiger weiterbringen sollen.

Einer von ihnen ist Patrick Weihrauch, der von der Jugend des TSV 1860 München in die U17 des Stadtrivalen Bayern wechselte und sich seit 2013 sogar Triple-Sieger nennen darf. «Das war die Saison, in der ich in allen drei Wettbewerben mindestens einmal im Kader dabei war», erklärte der 26-Jährige in Dynamos Sommertrainingslager. Weihrauch kann das Geschehene jedoch gut einordnen: «Wenn du keine Sekunde gespielt hast, fühlt sich das ein bisschen anders an, als wenn du einen großen Teil dazu beigetragen hättest.»

Der Mittelfeldspieler hat unter anderem mit den aktuellen Champions Manuel Neuer, Thomas Müller, Jérôme Boateng und David Alaba trainiert. Gerade diese Einheiten hätten ihn vorangebracht. «Da konnte ich am meisten mitnehmen», erklärte Weihrauch. «Auch wenn ich keine Minute gespielt habe, die Trainings haben mich immer am meisten nach vorn gebracht. Du musst dort jedes Mal mit 100 oder 110 Prozent reingehen. Wenn du nur 99 Prozent hast, fällst du komplett ab.»

Dynamos neuer Linksverteidiger Jonathan Meier hat seit 2012 sein Fußball-ABC in der Jugendakademie der Bayern beigebracht bekommen. Der 20-Jährige lenkt aber ein: «Es sollte nicht nur ein Bayern-Gen, sondern von jedem das Ziel sein, immer gewinnen zu wollen.»

Meier ist von Mainz 05 an Dynamo ausgeliehen. Beim Bundesligisten konnte der Außenverteidiger keine Spielpraxis sammeln. Die soll er sich nun beim sächsischen Traditionsclub holen, wo er aber mit Chris Löwe einen bundesligaerfahrenen Spieler als Konkurrenten hat. Keine neue Situation für den 20-Jährigen, bei Bayern war er Nummer drei hinter Alaba und Juan Bernat, von denen er sich viel abschauen konnte. Tipps habe der Außenverteidiger aber auch von Stars wie Franck Ribéry, Joshua Kimmich oder Robert Lewandowski bekommen. «Da ging es um Verhaltensweisen mit und ohne den Ball. Von der Mentalität und Qualität kann man sich aber von jedem etwas abschauen.»

Bei Dynamo trifft Meier auf einen alten Mitspieler. Denn auch Paul Will hat es aus der bayerischen in die sächsische Landeshauptstadt gezogen. Der 21 Jahre alte defensive Mittelfeldspieler ist Dresdens 13. Neuzugang und zugleich amtierender Drittliga-Meister. «Für mich heißt die Mission Titelverteidigung», kündigte er selbstbewusst an.

Der 1,85 Meter große Linksfuß spielte zwei Jahre für die zweite Vertretung des Rekordmeisters und bringt viel Ehrgeiz mit: «Der Erfolgshunger, du hast von oben immer Druck alle Titel zu holen. Das geht durch den ganzen Verein. Diesen absoluten Ehrgeiz nimmt man schon mit.» Für Dynamo sicherlich nicht von Nachteil.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Neuzugang Patrick Weihrauch beim Fototermin. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/archiv

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