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Studie: Kinderarmut in Sachsen rückläufig

22.07.2020 von

Foto: Eine Mutter schaukelt ihr Kind auf einem Spielplatz. Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild

Die Kinderarmut hat in Sachsen einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge in den vergangenen fünf Jahren abgenommen. Lebten Ende 2014 noch 17,6 Prozent aller unter 18-Jährigen im Freistaat in Familien mit Hartz-IV-Bezug, waren es Ende 2019 noch 12,2 Prozent, wie die Stiftung am Mittwoch mitteilte. Damit waren den Angaben zufolge 77 937 Kinder und Jugendliche betroffen.

Am höchsten war der Anteil der armen Kinder Ende 2019 in Chemnitz mit 17,9 Prozent, gefolgt von der Landeshauptstadt Dresden mit 12,7. Am geringsten war er im Erzgebirgskreis (7,3 Prozent) sowie im Landkreis Mittelsachsen (9,0).

Die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag, Susanne Schaper, geht davon aus, dass sich die Zahl der armen Kinder durch die Corona-Pandemie erhöht haben dürfte. «Vor allem Eltern, die durch die notwendigen Kita- und Schulschließungen gezwungen waren, zu Hause zu bleiben und dadurch Einkommensverluste erleiden.» Eltern in prekären und schlecht bezahlten Jobs hätten seltener die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, Rücklagen gebe es selten.

Die in Gütersloh ansässige Stiftung hat für ihre Studie auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zurückgegriffen.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Eine Mutter schaukelt ihr Kind auf einem Spielplatz. Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild

Mehr zum Thema: Soziales Armut Kinder Sachsen Leipzig/Gütersloh

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