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Sozialwohnungen: Zahl in Sachsen gegen den Trend gestiegen

Blick auf ein Mehrfamilienhaus in der Innenstadt. / Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild
Blick auf ein Mehrfamilienhaus in der Innenstadt. / Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Die Zahl der Sozialwohnungen in Sachsen ist gegen den Trend der meisten Bundesländer gestiegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Im bundesweiten Durchschnitt deutete sich für vergangenes Jahr abermals ein Rückgang an - die stellvertretende Linke-Fraktionsvorsitzende Caren Lay sprach von einem «historischen Tiefstand». In Sachsen nahm der Bestand an Sozialmietwohnungen den Daten zufolge allerdings von 11.904 im Jahr 2020 auf 12.083 im vergangenen Jahr zu.

In 10 von 16 Bundesländern schrumpfte der Bestand dagegen - darunter waren Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Aufgestockt wurde die Zahl der Sozialwohnungen außer in Sachsen auch in Sachsen-Anhalt, Hessen, im Saarland und in Schleswig-Holstein.

Bei Sozialwohnungen sind die Mieten staatlich reguliert. Nur Menschen, bei denen die Behörden einen besonderen Bedarf sehen, dürfen dort wohnen. Das gilt allerdings nur für eine bestimmte Zeit, danach können die Wohnungen normal am Markt vermietet werden. Die Dauer dieser Bindung ist in den Ländern unterschiedlich geregelt. Oft sind es 12, 15, 20 oder 30 Jahre.

Weil wenig neu gebaut wurde, schrumpft die Zahl der Sozialwohnungen seit Jahren. Gab es in der alten Bundesrepublik noch fast vier Millionen Sozialwohnungen, waren es Ende 2020 nur noch rund 1,13 Millionen.

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