Die Schnapszahldaten für das «Ja»-Wort im September sind bei Hochzeitswilligen in Sachsen unterschiedlich gefragt. Während die Standesbeamten in Dresden und Leipzig am 9.9.19 und am 19.9.19 besonders gefordert sind, hält sich der Andrang andernorts in Grenzen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch ergab. Der dritte mögliche Termin fällt sogar ganz aus: der 1.9.19 ist ein Sonntag - und überdies Tag der Landtagswahl.
«Schnapszahltermine sind nicht die erste Wahl», sagte eine Rathaussprecherin in Plauen. Brautpaare favorisierten nach wie vor eher Freitag und Samstag. «Da kann eine größere Zahl an Gästen teilnehmen.» Auch in Chemnitz liegen die Anmeldungen für die 9er-Termine mit sechs und acht im Normalbereich.
In Bautzen haben sich drei und sechs Paare für die besonderen Hochzeitstage angemeldet, auch Torgau (Nordsachsen) und Plauen (Vogtland) liegen im üblichen Bereich. «Es handelt sich um «reine» Wochentage», erklärte die Rathaussprecherin dort die Zurückhaltung.
In Leipzig dagegen sind der 9. und der 19. September seit dem Frühjahr ausgebucht. Mit zehn und acht Paaren werden dort je doppelt so viele «Ja»-Worte wie sonst montags und donnerstags erwartet. Seit Mai wurden in der Messestadt 888 Paare getraut - 28 weniger als 2018, aber mehr als in den Jahren davor.