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Sachsens Gefängnisse zu gut Dreiviertel ausgelastet

Ein Stacheldrahtzaun umzäunt das Gelände einer Justizvollzugsanstalt. / Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild
Ein Stacheldrahtzaun umzäunt das Gelände einer Justizvollzugsanstalt. / Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild

Rund 2850 Menschen verbringen Weihnachten in Sachsen hinter Gittern. Damit sind die landesweit zehn Gefängnisse nach Angaben des Justizministeriums zu 76 Prozent ausgelastet. Im Vergleich zum Vormonat bedeutet das einen leichten Rückgang um 0,3 Prozentpunkte. Mitte Dezember waren noch insgesamt 2889 Jugendliche, Heranwachsende und Erwachsene inhaftiert. Im Vorjahresvergleich bewegte sich die Auslastung der JVA bis September auf etwa gleichem Niveau, lag danach jedoch über 80 Prozent. In den JVA stehen insgesamt aktuell 3755 Plätze zur Verfügung, die bei 90 Prozent Auslastung als voll belegt gelten.

Am 15. November hatten sich Gefängnistüren für Straftäter, die zu weniger als zwei Jahren Freiheits- oder Geldstrafe verurteilt wurden, wieder vor ihrem eigentlichen Haftende rund um die Feiertage geöffnet. Im Zuge einer ministeriellen Anordnung anlässlich des Weihnachtsfestes waren 48 Erwachsene vorfristig frei gekommen. Der erlassene Strafrahmen beträgt maximal 50 Tage oder, bei einer Ersatzfreiheitsstrafe - wenn zu Geldstrafen Verurteilte nicht zahlen können - 50 Tagessätze.

Der Anteil ausländischer Gefangener in den Haftanstalten hat sich 2022 weiter erhöht - von 30,7 im Januar auf aktuell 32,5. Am Dienstag waren nach Ministeriumsangaben 927 Nicht-Deutsche inhaftiert, vor allem aus Polen, Syrien, Tschechien, Tunesien und Libyen.

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