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Oberbürgermeister ruft zum Widerstand gegen Rassismus auf

Dirk Hilbert (FDP), Oberbürgermeister von Dresden. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Dirk Hilbert (FDP), Oberbürgermeister von Dresden. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Vor dem Hintergrund rassistisch motivierter Straftaten in Dresden hat Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) zur konsequenten Ächtung menschenfeindlicher Ideologien und Taten aufgefordert. «Sie sind eine Bedrohung für unseren sozialen Frieden und unsere freiheitliche Demokratie», sagte er in einem am Donnerstag veröffentlichten Aufruf zur Teilnahme an den Internationalen Wochen gegen Rassismus (15. März bis zum 6. April 2021). «Ungleichbehandlung, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt machen auch in Zeiten der Corona-Pandemie keine Pause.»

Laut Hilbert habe Dresden wiederholt erlebt, wohin Intoleranz, die Abwertung und Verachtung von anders aussehenden, anders gläubigen oder anders lebenden Menschen führen könnten. Die Morde an Jorge Gomondai 1991 und an der Ägypterin Marwa El-Sherbini 2009 sowie die Tötung eines Mannes in der Dresdner Altstadt im Oktober 2020 seien «die wohl traurigsten Beispiele für die Folgen von fehlender Toleranz, von Menschenverachtung und Hass».

All das verpflichte, auch unter Corona-Bedingungen gemeinsam zu zeigen, «dass Dresden eine weltoffene und tolerante Stadt ist, in der Respekt, Vielfalt und eine Kultur des Miteinanders für alle und von allen gelebt werden!», sagte Hilbert. Er forderte Bürger, Vereine, Initiativen, demokratische Parteien und Organisationen dazu auf, zu der Veranstaltungsreihe beizutragen.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH