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Stiftung prämiert Dokumentation über Massaker von Babyn Yar

Ein Buch über die Arbeit des «Babyn Yar Holocaust Memorial Center» in der Ukraine hat den Preis der Stiftung Buchkunst 2022 erhalten. Die mit 10.000 Euro dotierte Ehrung wurde am Freitag in Frankfurt vergeben. Das Buch ist beim Leipziger Verlag Spector Books erschienen, wurde von Nick Axel und Nicholas Korody herausgegeben und von Larissa Kasper, Rosario Florio und Samuel Bänziger gestaltet. Das Buch dokumentiert die Erforschung des Massakers von Babyn Yar, wo 1941 über 33.000 Kiewer Juden durch die nationalsozialistischen Besatzer getötet wurden. In der Mitte des Buches stehen auf 39 Seiten in winziger Schrift und engen Spalten die 28.016 bekannten Namen der Getöteten.

«Die Seiten mit Informationen aus Text, Grafik und Fotografie thematisieren bei aller sensiblen Zurückhaltung in der visuellen Wirkung dennoch Leid und Brutalität», sagte Jury-Mitglied Eva Linhart vom Frankfurter Museum Angewandte Kunst laut Mitteilung in ihrer Laudatio.

Förderpreise für junge Buchgestaltung mit je 2000 Euro gingen an drei Titel, die laut Jury «das Medium Buch weiterdenken»: Verena Macks «Nonbinary Future», «Umzug in eine vergleichbare Lage» von Bureau Est und «Was bleibt vom Opelaner ohne Opel-Werk?» von Aleksandar Zivkovic.

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