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Sachsens Wirtschaft erholt sich: Bessere Stimmung bei Firmen

In der sächsischen Wirtschaft herrscht zunehmend Optimismus. Die Stimmung der ostdeutschen Unternehmen habe sich im April wieder merklich gebessert, wie das Dresdner Ifo-Institut am Donnerstag mitteilte. Ausschlaggebend sei die deutliche Zunahme der Geschäftserwartungen. «Die ostdeutschen Unternehmen scheinen den ersten Schock über den Russischen Angriffskrieg gut verkraftet zu haben», lautete das Fazit. Die Einschätzung der aktuellen Lage sei damit in etwa auf dem Niveau des Vormonats konstant geblieben.

Gründe zum Optimismus liefern auch die Umsätze der sächsischen Wirtschaft im vergangenen Jahr. Trotz der erneuten Corona-Einschränkungen sei zum Teil das Vorkrisenniveau von 2019 übertroffen worden, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Der Gesamtumsatz der Industrie lag demnach bei 65,7 Milliarden Euro. Das waren 15 Prozent mehr als 2020. Insbesondere im Außenhandel stieg der Wert der Exporte im Vergleich zum Vorjahr um fast 22 Prozent auf 44,8 Milliarden Euro. Importseitig stieg der Wert um Vergleich zu 2020 um etwas mehr als 19 Prozent auf 32,3 Milliarden Euro. Das Baugewerbe erholte sich und erwirtschaftete mit 6,2 Milliarden Euro einen vier Prozent höheren Umsatz als im Vorjahr. Maßgeblicher Wachstumstreiber sei der Wohnungsbau gewesen.

Als angespannt bezeichnete das Statistische Landesamt hingegen die Lage in den verschiedenen Handelssparten. Bereinigt um die Preiserhöhungen (real) habe das Umsatzplus im Einzelhandel 2021 bei einem Prozent, nominal bei drei Prozent gelegen. Im Kraftfahrzeug stagnierte der nominale Umsatz den Angaben nach und ging real um fast drei Prozent zurück. Der Großhandel konnte zwar ein nominales Plus von sieben Prozent erreichen, nach Preisbereinigung war jedoch ein Minus von knapp einem Prozent zu verzeichnen. Auch das Gastgewerbe hatte 2021 mit Umsatzrückgängen zu kämpfen. Sowohl nominal (minus sieben Prozent) als auch nach Preisbereinigung (minus zehn Prozent) sackte der Umsatz deutlich ab.

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