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Mehr Ausbildungsverträge in Sachsens Handwerk

Sachsens Handwerk ist gefragt bei jungen Leuten. Trotz pandemiebedingter Einschränkungen bei der Nachwuchswerbung wurden bis Ende August mehr Ausbildungen besiegelt als ein Jahr zuvor, wie der Sächsische Handwerkstag in Dresden zum offiziellen Beginn des Ausbildungsjahres 2021/2022 auf Anfrage mitteilte. Danach wurden bei den Kammern 4647 Lehrverträge geschlossen - 17 oder 0,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das Vor-Corona-Niveau jedoch lag um knapp 200 Lehrverträge höher.

«Handwerker scheinen als attraktive Ausbilder und Arbeitgeber auch in Krisenzeiten gefragt», sagt der Sprecher der Spitzenorganisation des Handwerks im Freistaat, Frank Wetzel. Die Hitliste führen Berufe wie Kfz-Mechatroniker, Elektroniker- und Sanitär-, Heizungs- und Klimatechniker an. Aber auch im Bereich Konditor, Fleischer oder Gebäudereiniger gebe es diesmal großes Interesse.

Über 1000 duale Ausbildungsplätze sind den Angaben nach noch frei, in fast allen Gewerken. «Die Chancen auf eine Lehrstelle nach eigenem Gusto waren aufgrund der Fülle des Angebots auch in der Fläche noch nie so groß», sagte Wetzel. Größten Bedarf gebe es im Bereich Elektroniker, Kfz-Mechatroniker, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechniker. «Aber auch Bäcker, Metallbauer, Tischler, Dachdecker und Gebäudereiniger suchen dringend noch Nachwuchs.»

Vor allem Betriebe im ländlichen Raum müssen mehr Mühe aufwenden, um Lehrlinge zu finden. Viele junge Leute ziehe es nach wie vor in die Großstädte, sagte Wetzel. Und auch zu große Entfernungen zwischen Berufsschule und Lehrbetrieb schreckten von einer Ausbildung auf dem Land ab. Das Handwerk setze auch auf Abiturienten und Studienaussteiger, «denen der Sinn eher nach einem handfesten, praktischen Berufsabschluss steht», sagt Wetzel. «Erst duale Berufsausbildung und dann studieren - manchmal der Königsweg.»

Online-Leerstellenbörse des Sachsen Handwerks

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH