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Ifo-Institut rechnet mit längerem Materialmangel

Ein Schiffbauer schweißt auf einem der Decks eines sich im Bau befindlichen Kreuzfahrtschiffes. / Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Ein Schiffbauer schweißt auf einem der Decks eines sich im Bau befindlichen Kreuzfahrtschiffes. / Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Materialknappheit in der Industrie könnte nach Einschätzung des Dresdner Ifo-Institutes länger dauern. «Zum Teil spiegeln sich darin dauerhafte Entwicklungen wider, die Folge weltweiter Änderungen in der Produktionsstruktur sind - etwa der zunehmende Bedarf an Halbleitern oder an Industrie-Rohstoffen», schrieb Ifo-Forscher Joachim Ragnitz am Dienstag in der neuen Ausgabe der hauseigenen Publikation «Ifo Dresden berichtet». Nur ein Teil der Engpässe lasse sich auf die Verkettung von Krisen zurückzuführen.

Laut Ragnitz könnte der Bevölkerungsrückgang künftig in Deutschland dauerhaft zu Produktionseinschränkungen führen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass China bei bestimmten Rohstoffen eine Verknappung oder Preissteigerungen auslöse. Auch die Dekarbonisierung könne die Produktion in Deutschland zu teuer machen. «Um negative Folgen für den Industriestandort Deutschland zu vermeiden, müssten die Unternehmen neue Lieferanten finden oder versuchen, Ersatz für besonders knappe Vorleistungsgüter zu besorgen», hieß es.

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