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Wirtschaftsförderung zählt 645 Neuansiedlungen in 30 Jahren

Kfz-Mechatroniker arbeiten im Werk von Volkswagen in Zwickau. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Kfz-Mechatroniker arbeiten im Werk von Volkswagen in Zwickau. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Dreißig Jahre nach ihrer Gründung hat die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) Bilanz gezogen. Seither habe es 645 begleitete Neuansiedlungen und Firmenerweiterungen mit einem Investitionsvolumen von rund 10,8 Milliarden Euro gegeben, teilte die WFS am Montag mit. Mehr als 60 000 Arbeitsplätze wurden dadurch geschaffen oder gesichert - vor allem in den Branchen Autoindustrie, Logistik, Mikroelektronik, Maschinen- und Anlagenbau sowie Umwelt- und Energietechnik.

Nach der Pandemie müsse wieder verstärkt im In- und Ausland Präsenz gezeigt werden, um neuen Schwung aufzunehmen, so WFS-Geschäftsführer Thomas Horn. Derzeit gehe es etwa um neue Technologiefelder wie die Robotik. «Da werden gerade Claims abgesteckt, und wir wollen uns als Standort frühzeitig zeigen.»

Sachsen habe sich in den vergangenen Jahrzehnten zum größten Halbleiterstandort in Europa entwickelt, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig. Zudem sei der Freistaat Autoland und mit der neuen Fabrik von Volkswagen in Zwickau Vorreiter bei der Elektromobilität. Dulig verwies auf steigendes Interesse für den Standort. «Es gibt ein Ökosystem, das Sachsen interessant macht.»

Anfang Juni etwa hatte Bosch seine hochvernetzte und vollständig digitalisierte Halbleiterfabrik in Dresden eröffnet. Zudem hatten Technologiekonzerne wie Vodafone oder Jenoptik jüngst Investitionen angekündigt. Es gebe auch Gespräche über Neuansiedlungen, so Dulig - ohne allerdings Details zu nennen. Kürzlich hatte der Chipriese Intel den Ausbau seiner Kapazitäten in Europa angekündigt - auch der Freistaat macht sich Hoffnung.

Die Wirtschaftsförderung verwies zudem auf die zunehmende Bedeutung des Exportgeschäfts für den Freistaat. Seit der Osterweiterung der EU 2004 bis 2019 haben sich die Ausfuhren von 16,2 Milliarden auf 40,3 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Zu den wichtigsten Absatzmärkten zählen China und die USA. Auch die Nachbarstaaten Polen und Tschechien gewinnen an Bedeutung.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH