Nach neunmonatiger Restaurierung sind knapp 1600 bisher akut gefährdete historische Akten des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen gesichert. Sie seien nun dank der finanziellen Förderung aus Bundesmitteln «viel besser» für die Behörde und die Forschung nutzbar, sagte Landeskonservator Alf Furkert am Dienstag zum Abschluss des Projekts in Dresden. Die Koordinierungsstelle für die Erhaltung schriftlichen Kulturguts steuerte 66.250 Euro zur Rettung der exakt 1575 «Alt-Akten» von A wie Ablass bis Z wie Zwota bei. Mehrere davon waren seit längerem für die Benutzung gesperrt.
Ab September 2021 wurde zuerst der natürliche Zerfall der teils stark säurehaltigen Papiere aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch Entsäuerung verzögert. Danach haben Restauratoren durch intensive Benutzung entstandene Schäden wie Risse, Fehlstellen oder Schimmelrückstände behoben sowie Fadenheftung oder Einbände erneuert. Bisher eingebundene Architekturzeichnungen und Pläne sind aus den Akten genommen und werden künftig separat aufbewahrt.