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Wertvolle Akten zu Denkmalpflege in Sachsen gerettet

Nach neunmonatiger Restaurierung sind knapp 1600 bisher akut gefährdete historische Akten des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen gesichert. Sie seien nun dank der finanziellen Förderung aus Bundesmitteln «viel besser» für die Behörde und die Forschung nutzbar, sagte Landeskonservator Alf Furkert am Dienstag zum Abschluss des Projekts in Dresden. Die Koordinierungsstelle für die Erhaltung schriftlichen Kulturguts steuerte 66.250 Euro zur Rettung der exakt 1575 «Alt-Akten» von A wie Ablass bis Z wie Zwota bei. Mehrere davon waren seit längerem für die Benutzung gesperrt.

Ab September 2021 wurde zuerst der natürliche Zerfall der teils stark säurehaltigen Papiere aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch Entsäuerung verzögert. Danach haben Restauratoren durch intensive Benutzung entstandene Schäden wie Risse, Fehlstellen oder Schimmelrückstände behoben sowie Fadenheftung oder Einbände erneuert. Bisher eingebundene Architekturzeichnungen und Pläne sind aus den Akten genommen und werden künftig separat aufbewahrt.

Der «einzigartige Bestand» wird den Angaben nach auch digitalisiert, je nach Finanzierung ist das für die nächsten zwei bis vier Jahre geplant. Die Schriftstücke spiegeln die Entwicklung der Staatlichen Denkmalpflege in Sachsen von der Einrichtung der Königlich-Sächsischen Kommission zur Erhaltung der Kunstdenkmäler 1894 über die Gründung des Landesamtes 1917 bis in die Zeit nach 1945 wider. Sie dokumentieren Kulturdenkmale wie Kirchen, Rittergüter, Türme, Brücken sowie Kulturgüter - Altäre, Taufsteine oder Gemälde, zeigen die Vernetzung der Kunst- und Architekturszene bis in die 1950er Jahre und enthalten Zeugnisse über Kooperationen weit über die Landesgrenzen hinaus.

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