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Weniger Gebiete in Sachsen für Atomendlager geeignet

Eine gelbe Tonne mit dem Atom-Logo steht vor einem AKW. Foto: Peter Steffen/dpa/Symbolbild
Eine gelbe Tonne mit dem Atom-Logo steht vor einem AKW. Foto: Peter Steffen/dpa/Symbolbild

In Sachsen sind nach Ansicht der zuständigen Behörde weit weniger Gebiete grundsätzlich für ein Atomendlager geeignet als ursprünglich ausgewiesen. Während im Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) im September 2020 dafür eine Fläche von 11 526 Quadratkilometern ausgewiesen war, beziffert eine Stellungnahme des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) diese auf weniger als die Hälfte. Die fachliche Prüfung durch den Geologischen Dienst des LfULG habe ergeben, dass circa 6155 Quadratkilometer der Gesamtfläche nicht die erforderlichen Kriterien besitze, teilte das Landesamt am Mittwoch in Dresden mit.

«Die Abweichung liegt darin begründet, dass die Wirtsgesteine Steinsalz, Tongestein und Kristallingestein in einigen Regionen der in Sachsen ausgewiesenen Teilgebiete nicht vorkommen», hieß es. Bei einer entsprechenden Korrektur reduziere sich die Fläche der potenziellen Teilgebiete in Sachsen von aktuell 62 Prozent auf 29 Prozent der Landesfläche.

Ende September 2020 hatte die BGE einen Zwischenbericht zur Standortauswahl vorgelegt. Darin wurden Regionen ausgewiesen, die eine günstige geologische Gesamtsituation für den Bau eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle erwarten lassen. Insgesamt wurden 90 Teilgebiete für Deutschland ermittelt, die gut die Hälfte (54 Prozent) der Fläche der Bundesrepublik einnehmen. Das Endlager soll unterirdisch in Salz, Ton oder Kristallin - also vor allem Granit - entstehen.

Stellungnahme des LfULG zur Standortauswahl

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH