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SPD fordert bei Bildungsdebatte nüchterne Analyse

Die Abgeordneten sitzen im Plenum auf ihren Plätzen. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Die Abgeordneten sitzen im Plenum auf ihren Plätzen. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag plädiert beim Thema Bildung im Freistaat für Objektivität. «Ja, wir haben einen gravierenden Personalmangel, wir haben jedoch keinen Bildungsnotstand», sagte SPD-Fachpolitikerin Sabine Friedel in einer von der Fraktion beantragten aktuellen Stunde am Donnerstag im Parlament. «Was wir brauchen, ist eine nüchterne Analyse.» Wenn zehn Prozent Unterricht ausfielen, fänden 90 Prozent statt, sagte sie. Es komme darauf an, wie mit diesen 90 Prozent kreativ und effektiv umgegangen werde.

«Es geht um den Lernerfolg und darum, Kinder und Jugendliche mit dem Wissen und Können auszustatten, das sie im Erwachsenenalter brauchen.» Dazu müsse es gelingen, «dass lehrplanrelevanter Stoff auch lebensrelevanter Stoff» sei.

Kultusminister Christian Piwarz (CDU) verwies auf die Anstrengungen für mehr Bildungsqualität in den vergangenen Jahren. Dazu zählen nach seinen Angaben eine Ausweitung der Studienkapazitäten, Anreize für Lehrer, sich für Stellen in ländlichen Regionen zu verpflichten und die Verbeamtung, um im Wettbewerb der Bundesländer mithalten zu können. Der Minister verwies auch auf die Qualifizierung von Seiteneinsteigern und die Unterstützung der Schulen mit Assistenzkräften.

Die Linke kritisierte die Regierung. Sie wolle weder die Lage der Beschäftigten verbessern noch die Eltern von den Kita-Kosten entlasten, sagte Bildungspolitikerin Marika Tändler-Walenta und verwies auf den Haushaltsentwurf. «Der Freistaat muss den Kommunen mehr Geld geben, damit die Elternbeiträge sinken können und die Qualität dennoch wachsen kann.» Zudem müsse die Essensversorgung subventioniert werden. Sachsen habe es außerdem versäumt, ausreichend Nachwuchs bei den pädagogischen Fachkräfte für die frühkindliche Bildung und Entwicklung zu finden und zu qualifizieren. Aktuell fehlten rund 950 Erzieher in den Kitas. «Bis 2030 wird dieses Loch noch viel größer.»

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