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Sächsischer NSU-Ausschuss vernimmt Verfassungsschützer

30.01.2017 von

Der NSU-Untersuchungsausschuss des Sächsischen Landtages vernimmt heute den Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen. Vor ihm tritt zunächst sein Vorgänger Heinz Fromm in den Zeugenstand. Die beiden Spitzenbeamten des Geheimdienstes wurden auf Antrag der CDU und SPD geladen. Von der Vernehmung erhofft sich der Ausschuss Klarheit über das Zusammenspiel des Verfassungsschutzes auf Bundes- und Landesebene bei der Aufklärung des «Nationalsozialistischen Untergrundes» (NSU).

Die mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe hatten jahrelang unentdeckt in Zwickau gelebt und werden für zehn Morde und weitere Straftaten verantwortlich gemacht. Böhnhardt und Mundlos nahmen sich nach einem Banküberfall am 4. November 2011 in Eisenach das Leben. Zschäpe steht derzeit in München vor Gericht. Der NSU-Ausschuss des Sächsischen Landtages untersucht mögliche Fehler sächsischer Behörden bei der Fahndung nach dem NSU und seinem Umfeld.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Michael Kappeler

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