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Sächsischer AfD-Politiker verlässt Partei und Fraktion

Auf einem AfD-Parteitag hängt ein Plakat mit dem Schriftzug «Alternative für Deutschland». / Foto: Stefan Sauer/dpa/Archivbild
Auf einem AfD-Parteitag hängt ein Plakat mit dem Schriftzug «Alternative für Deutschland». / Foto: Stefan Sauer/dpa/Archivbild

Der sächsische AfD-Politiker Ivo Teichmann hat seiner Partei und auch der Landtagsfraktion den Rücken gekehrt. «Ich habe heute meinen Austritt aus der AfD und der Landtags- sowie Kreistagsfraktion erklärt. Mein Landtags- und Kreistagsmandat übe ich selbstverständlich weiterhin aus», schrieb er am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite. In einem Brief an Partei- und Fraktionschef Jörg Urban begründete er das unter anderem mit einer mangelnden Abgrenzung der AfD zu Personen, Vereinigungen und Parteien wie den «Freien Sachsen». Die Kleinpartei wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Über den Austritt Teichmanns hatten zuvor bereits mehrere Medien berichtet.

Der Politiker war am Donnerstag für Nachfragen zunächst nicht erreichbar. Die AfD bestätigte den Austritt. Generalsekretär Jan Zwerg wies den Vorwurf einer mangelenden Distanz seiner Partei zu extremistischen Bestrebungen zurück. «Herr Teichmann hat die AfD verlassen, weil er wenig bis keine Aussichten sah, erneut ein Landtagsmandat erobern zu können.» Er habe aufgrund seiner Arbeit im Wahlkreis wenig Rückhalt beim AfD-Kreisverband und in der Landtagsfraktion gehabt.

Bereits im Frühjahr 2021 hatten zwei AfD-Abgeordnete des Sächsischen Landtages die Partei und Fraktion verlassen. Die AfD verfügt damit im Parlament noch über 35 Abgeordnete von insgesamt 119.

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