Die Parteispitze der sächsischen Linken will sich nicht auf einen «schmutzigen Rosenkrieg» mit der Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht einlassen. Die Linke bleibe «die richtige Adresse für alle, denen Gerechtigkeit und Solidarität für alle im Land lebenden Menschen, die friedliche Lösung von Konflikten, sozialer Klimaschutz und der entschlossene Kampf gegen die extreme Rechte am Herzen liegen», teilten die Vorsitzenden der Linken in Sachsen am Montag mit.
Wagenknecht hatte am Montag angekündigt, die Linke zu verlassen und ihre eigene Partei zu gründen. «Wir blicken nach vorn und legen den Fokus auf unsere Arbeit auf der Straße und in den Parlamenten», teilten die Landesvorsitzenden Susanne Schaper und Stefan Hartmann dazu mit. Die Abspaltung sei rücksichtslos gegenüber den mehr als 200 Beschäftigten in der Bundestagsfraktion und deren Familien. Zudem sei sie besonders unverantwortlich in einer gesellschaftlichen Situation, die eine starke Linke umso mehr erfordere.
Der Leipziger Sören Pellmann, der als einer der drei Direktkandidaten der Linken im Bundestag sitzt und als Vertrauter von Wagenknecht gilt, wollte sich auf Anfrage nicht äußern. In einer Erklärung forderte er aber genau wie die anderen beiden direkt gewählten Linken- Parlamentarier Gesine Lötzsch und Gregor Gysi die aus der Partei ausgetretenen Abgeordneten auf, ihre Mandate abzugeben. Dann könnten andere Linken-Politiker nachrücken.