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Sachsen will Buchungsportal für Impftermine freischalten

Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild
Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild

In Sachsen soll ab Montag ein Buchungsportal für Impftermine freigeschalten werden. Weiterhin wurden die Winterferien angepasst und Kontakte weiter beschränkt.

Die Sachsen müssen sich auf einen harten Januar einstellen. Der wegen der Corona-Pandemie verhängte Lockdown wird bis Ende des Monats verlängert, Kitas und Schulen bleiben weiterhin zum Großteil geschlossen, Kontaktbeschränkungen sollen verschärft werden. Die Regierung will in den nächsten Tagen Details für die neue Corona-Schutzverordnung festlegen. Die aktuellen Regeln gelten noch bis zum 10. Januar. Ende der Woche will das Kabinett dann die neue Landesverordnung beschließen. Diese soll sich an den Beschlüssen von Bund und Ländern nach Video-Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) orientieren.

Unter anderem soll es Einschränkungen bei privaten Treffen geben: Durften bisher fünf Menschen aus zwei Haushalten zusammenkommen, soll das künftig nur für einen Hausstand und eine weitere Person erlaubt sein. Um nach dem Lockdown wieder Unterrichtsstoff aufzuholen, sollen zudem die Winterferien auf den 1. Februar vorgezogen und auf eine Woche verkürzt werden. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte am Dienstagabend die Corona-Maßnahmen als belastend, aber notwendig verteidigt. «Es gibt keinen Grund zur Entwarnung. Wir sind in den schwierigsten und härtesten Momenten der Pandemie.»

Unterdessen kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) an, dass in der nächsten Woche die Impfzentren öffnen sollen. Über ein Buchungsportal könne man ab Montag einen Termin buchen. Einen Termin könne aber nur vereinbaren, wer in der Prioritätenliste ganz vorn stehe - etwa ambulante Pflege- und Rettungsdienste, Bewohner von Pflegeheimen oder über 80-Jährige. Ab Mitte nächster Woche soll es dann auch eine freigeschaltete Telefonnummer geben. Köpping betonte, dass in den Zentren vorerst nur wenig Dosen nur Verfügung stünden.

Nach Angaben von Köpping hat Sachsen derzeit 68 000 Impfdosen vorrätig. Da eine besonders dramatische Lage in den Krankenhäuser herrsche, gebe man 38 000 Dosen dorthin. 30 000 Dosen würden an mobile Impfteams gehen. Allerdings werde immer nur die Hälfte geimpft, weil man die anderen Dosen für die zweite Impfung brauche. «Sobald wir mehr Impfstoffe haben, können wir auch mehr impfen.»

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH