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Regierung setzt Expertenkommission zu Waldbränden ein

Flammen lodern an einem Glutnest während eines Waldbrandes im Nationalpark Sächsische Schweiz. / Foto: Robert Michael/dpa/Archivbild
Flammen lodern an einem Glutnest während eines Waldbrandes im Nationalpark Sächsische Schweiz. / Foto: Robert Michael/dpa/Archivbild

Als Reaktion auf die verheerenden Waldbrände in diesem Sommer hat die sächsische Regierung eine unabhängige Expertenkommission berufen. Sie soll die Geschehnisse und Abläufe objektiv auswerten und daraus Maßnahmen zur besseren Prävention, Bekämpfung und Nachsorge von Waldbränden ableiten, wie Staatskanzleichef Oliver Schenk (CDU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung mitteilte. Die Einsetzung einer solchen Kommission bedeute nicht, dass es Kritik an der Brandbekämpfung gebe. Schenk dankte allen Einsatzkräften für ihre Arbeit in den vergangenen Wochen.

Waldbrände in der Gohrischheide (Landkreis Meißen), in Arzberg (Nordsachsen) und in der Sächsischen Schweiz hatten die Feuerwehren wochenlang in Atem gehalten. «Nach dem Abschluss der Löscharbeiten gilt es nun, Lehren für die Zukunft zu ziehen», sagte Schenk. Erkenntnisse der Kommission sollen in die «Strategische Waldbrandkonzeption» des Innenministerium sowie in ein Waldbrandschutzkonzept des Umweltministeriums für den Nationalpark Sächsischen Schweiz einfließen.

Sachsen hatte bereits nach den Hochwassern 2002 und 2013 Expertenkommissionen zur Aufarbeitung des Geschehens berufen. Den Vorsitz der Kommission zum Schutz vor Waldbränden übernimmt Hermann Schröder, langjähriger Leiter der Abteilung Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement in Baden-Württemberg. Der Kommission gehören fünf weitere Experten an. Sie soll möglichst bis Jahresende erste Ergebnisse vorlegen.

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