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Köpping: Ostdeutsche von Krisen besonders betroffen

Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, spricht zu den Abgeordneten. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Archivbild
Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, spricht zu den Abgeordneten. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Archivbild

Die sächsische Sozialministerin Petra Köpping (SPD) sieht angesichts erheblicher Einkommensunterschiede in Ost und West Ostdeutsche besonders krisenanfällig. Im Osten würden die Menschen noch immer mehrere Hundert Euro pro Monat weniger verdienen als in Westdeutschland, sagte die Ministerin am Freitag im Landtag. Deswegen treffe jede Krise die Menschen hier schneller und härter. «Die Menschen in Ostdeutschland haben weniger Rücklagen, die Menschen in Ostdeutschland erben weniger.» Deshalb seien sie bei Erhöhung der Lebenshaltungskosten sofort und unmittelbar betroffen. «Deshalb ist es wichtig, dass der Sozialstaat für diese Menschen da ist».

Der Sächsische Landtag hatte am Freitag auf Antrag der Linken über Reichtum und Armut debattiert. «Die geringen Einkommen bleiben das Hauptproblem im Kampf gegen Armut, die alle treffen kann», sagte Linke-Parteichefin Susanne Schaper, die im Landtag für Sozialpolitik zuständig ist. In manchen Landkreisen arbeite fast die Hälfte der Beschäftigten zu Niedriglöhnen. «Ein Sozialstaat, der sich auf Tafeln verlässt, verdient seinen Namen nicht», erklärte Schapers Fraktionskollegin Luise Neuhaus-Wartenberg: «Armut ist kein Schicksal, sondern eine Notlage von immenser Tragweite in unserem reichen Land.»

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