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Grüne fordern Gleichstellung bei der Ordensvergabe

13.03.2017 von

Lediglich 16 Prozent der 285 Träger des Sächsischen Verdienstordens der vergangenen 20 Jahren sind nach Angaben der Grünen weiblich. Die Partei fordert deshalb eine stärkere Berücksichtigung von Frauen bei der Vergabe der Auszeichnung. Von den zwölf seit April vergangenen Jahres verliehenen Orden für außergewöhnliche Leistungen zum Wohle der Allgemeinheit seien nur drei an Frauen gegangen. «Das spiegelt ihren tatsächlichen wertvollen Beitrag in allen gesellschaftlichen Bereichen keinesfalls wider», meinte die Gleichstellungsexpertin der Landtagsfraktion, Katja Meier, am Montag in Dresden.

Der sogenannte Stiftungserlass als rechtliche Grundlage für die Ordensverleihung verlange die gleichmäßige Berücksichtigung aller Bevölkerungsteile. «Die Vergabepraxis der Ministerpräsidenten entspricht dem nicht einmal im Ansatz», kritisierte Meier.

Am Mittwoch wollen die Grünen deshalb im Landtag die tatsächliche Gleichstellung beantragen. Um die bisherigen Versäumnisse auszugleichen, müsse der Sächsische Verdienstorden in den nächsten zehn Jahren verstärkt an Frauen verliehen werden, forderte Meier. «Danach sind Frauen und Männer zu gleichen Anteilen auszuzeichnen.»

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Arno Burgi

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