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FDP-Chef kritisiert Berichterstattung über Einheitsfeier

01.01.2017 von

Der sächsische FDP-Chef Holger Zastrow hat die Berichterstattung über die von Demonstrationen begleiteten Einheitsfeiern zu Wochenbeginn in Dresden scharf kritisiert. «In jeder Gesellschaft, in jedem Ort gibt es einen gewissen Prozentsatz an Idioten und Irregeleiteten», sagte Zastrow der Zeitung «Die Welt» (Mittwoch). «Wenn ich die Berichterstattung über uns lese, muss ich aber glauben: Hier leben nur solche Menschen. Was für ein Quatsch und was für eine Anmaßung!»

Sachsen insgesamt werde häufig als brauner Schandfleck Deutschlands pauschal an den Pranger gestellt, zitiert das Blatt Zastrow. «Ob Medien, Politiker, Verbände und sonstige Multiplikatoren: Alle bewegen sich bereits seit einiger Zeit in einer Empörungsspirale, die immer neue Superlative gebiert, aber mit der Realität nicht mehr viel zu tun hat.» So werde etwa Vertretern der fremden- und islamfeindlichen Pegida-Bewegung «eine Aufmerksamkeit eingeräumt, die mit ihrer Bedeutung in der Stadt nichts zu tun» habe. Zastrow sitzt laut «Welt» im Stadtrat seiner Heimatstadt Dresden.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Matthias Hiekel

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