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Entscheidung über Behördenstandort noch nicht gefallen

28.07.2020 von

Foto: Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/archiv

Die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen (LUA) in Sachsen zieht möglicherweise um. Aktuell führe man Gespräche mit den Mitarbeitern und der Leitung. «Eine Entscheidung für einen Standort wird erst nach diesen Gesprächen erfolgen», teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag auf Anfrage mit. Man werde einer Lösung zustimmen, bei der die von der Belegschaft und der LUA-Leitung zusammen mit dem Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement (SIB) formulierten Kriterien erfüllt sind. Ministerin Petra Köpping (SPD) wolle eine zukunftssichere Lösung finden.

Am Dienstag hatte die «Sächsische Zeitung» über einen möglichen Umzug der Behörde mit ihren 260 Mitarbeitern nach Bischofswerda berichtet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es bereits seit längerem Überlegungen, die Infrastruktur der LUA zu modernisieren. Der SIB sei mit einem Auswahlverfahren beauftragt, bei dem diverse Varianten geprüft würden. «Es ist richtig, dass der Standort Bischofswerda überprüft wurde und viele der von der LUA aufgestellten Kriterien erfüllt. Der Kostenrahmen liegt bei über 160 Millionen Euro», teilte das Ministerium mit.

Die Linken im Landtag hinterfragten den Umzug kritisch und stellten eine Kleine Anfrage. «Beginnt jetzt eine Neuauflage des Behördenroulettes, mit dem schon eine frühere CDU-geführte Staatsregierung die Beschäftigten in den Landesbehörden verunsichert hat», fragte Fraktionschef Rico Gebhardt. Schon vor Jahren seien Standorte durcheinandergewürfelt worden in der Annahme, durch Umzüge ließe sich Geld sparen. Doch das sei nie bestätigt worden.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/archiv

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