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Dresden spart Energie - Advent wird dunkler

Sachsens Landeshauptstadt will im Zuge der Gaskrise den Energieverbrauch in ihren Einrichtungen pro Jahr um 15 Prozent senken. Damit sollen, nach aktuellen Preisen, 5,1 Millionen Euro eingespart werden. «Das entspricht dem Standardverbrauch von 1500 Haushalten mit je vier Personen in Deutschland», sagte Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Bündnis 90/Die Grünen) am Mittwoch. Das sei «eine Hausnummer, die wir jetzt schnell erreichen könnten und sollten».

Neben den Energiesparmaßnahmen wie der Temperaturabsenkung in öffentlichen Gebäuden, die nach einer Bundesverordnung ab September gelten, lotete eine Task Force weiteres Sparpotenzial aus. Laut Jähnigen soll sofort rein dekorative Beleuchtung an Gebäuden abgeschaltet werden, auch an Rathaus, Museen und Theatern sowie den Elbbrücken wie dem Blauen Wunder. Straßenbeleuchtung werde reduziert, der Ersatz weiterer Gaslaternen durch LED-Leuchten sei in der Diskussion. Abgeschaltet werden zudem unnötige Ampeln, strombetriebene Springbrunnen gehen früher in die Winter-Betriebsruhe.

Knapp eine Million Euro investiert die Stadt zudem in Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern städtischer Gebäude. «Energiemanagement und -sparen wird prioritär», sagte Jähnigen.

Bereits klar ist, dass Dresden im Advent 2022 weniger strahlen werde als in den Vorjahren. Während der Energieverbrauch des weltberühmten Dresdner Striezelmarkts mit Umstellung der Beleuchtung auf LED schon in der Vergangenheit um 80 Prozent gesenkt wurde, werde auch Einsparpotenzial bei den Konzessionsmärkten geprüft, sagte Rathaussprecher Kai Schulz. Schmuckbeleuchtung außerhalb der Märkte an Straßen oder Plätzen werde es voraussichtlich nicht wie sonst geben.

Bereits in der Bundesverordnung zum Energiesparen wurde festgelegt, dass öffentliche Gebäude nur noch auf höchstens 19 Grad geheizt werden dürfen - ausgenommen sind Kitas, Schulen und soziale Einrichtungen, wobei auch dort Treppenhäuser und Flure nicht mehr beheizt werden sollen.

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