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Demos aus unterschiedlichen Lagern am 3. Oktober in Leipzig

Polizisten stehen bei einer Kundgebung auf dem Augustusplatz zwischen Wasserwerfern. / Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Polizisten stehen bei einer Kundgebung auf dem Augustusplatz zwischen Wasserwerfern. / Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Mehrere Tausend Menschen aus unterschiedlichen Lagern wollen am Montag (3. Oktober) in Leipzig gegen hohe Preise und die Energiepolitik der Bundesregierung demonstrieren. Es seien mehrere Kundgebungen und Aufzüge mit mehr als 3000 Teilnehmern angemeldet, sagte Irena Rudolph-Kokot vom Aktionsnetzwerk «Leipzig nimmt Platz» am Freitag. Dabei gehe es auch darum, den demokratiefeindlichen Kräften der Neonaziszene nicht das Feld zu überlassen. «Wir wollen der Gegenpart sein zu den rückwärtsgewandten Zielen der rechten Szene», betonte Rudolph-Kokot.

Parallel gibt es einen Aufzug unter dem Motto «Für Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung» mit 3000 angemeldeten Teilnehmern. Die Leipziger Polizei geht von einem größeren Demonstrationsgeschehen aus und bekommt Unterstützung aus anderen Bundesländern, wie ein Sprecher am Freitag sagte. Bei Demonstrationen am vergangenen Montag waren die unterschiedlichen Lager aneinandergeraten und es hatte mindestens vier Verletzte gegeben.

Beide Gruppierungen planen nun einen Aufzug über den Leipziger Innenstadtring. Die Montagsdemonstrationen und der Ring gelten in Leipzig seit 1989 als Symbol für die friedliche Revolution und den Kampf der Ostdeutschen für Freiheit und Demokratie. Dort sei Geschichte geschrieben und die Demokratie erkämpft worden, betonte am Freitag Gesine Oltmanns von der Stiftung Friedliche Revolution. «Wenn nun aber Demonstranten und Journalisten attackiert werden, hat das nichts mit der Tradition zu tun.»

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