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Protest gegen steigende Energiepreise in Leipzig

Die Flamme eines Gasherdes brennt in einer Küche. / Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild
Die Flamme eines Gasherdes brennt in einer Küche. / Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild

Aus Protest gegen die steigenden Energie- und Lebensmittelpreise haben am Samstag in Leipzig Menschen aus dem eher linken Spektrum in niedriger vierstelliger Zahl protestiert. Die Polizei sprach von 1000 bis 2000 Teilnehmern. Angemeldet worden waren 10.000 Menschen, das wurde nicht erreicht. Zu der Demonstration hatte ein Bündnis aus mehr als 40 Gruppen von Gewerkschaften über Klimaaktivisten bis hin zur Linkspartei aufgerufen.

Der Demonstrationszug musste teilweise stoppen, nachdem vereinzelt Pyrotechnik gezündet wurde. Es handele sich dabei allerdings um «demotypische» Vorkommnisse, sagte ein Polizeisprecher.

Unter dem Motto «Jetzt reicht's! Wir frieren nicht für Profite» wurden unter anderem bezahlbares Wohnen, ein echter Inflationsausgleich und Umverteilung gefordert. Für viele Menschen sei das tägliche Leben kaum noch bezahlbar, hieß es. Die Organisatoren wollten sich ausdrücklich klar von rechten Energieprotesten abgrenzen. Im sogenannten Demo-Konsens hieß es, der Protest leugne nicht die Klimakrise, verharmlose nicht Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine und hänge keinen Verschwörungsmythen an. Nationalismus sei nicht die Antwort.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Am Samstag waren noch weitere, kleinere Demonstrationen in Leipzig angemeldet worden. Zudem gab es ein Bundesliga-Fußballspiel mit einem Fan-Marsch.

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