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Corona-Krise: Wirtschaftsminister warnt vor Protektionismus

11.06.2020 von

Foto: Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat vor Protektionismus als Antwort auf die Corona-Krise gewarnt. «Existenzielle Probleme können nicht im Alleingang gelöst werden», sagte Dulig am Donnerstag im Landtag. Zuvor hatte die AfD in einer Aktuellen Stunde gefordert, die Abhängigkeit von Lieferketten zu reduzieren und die Produktion wichtiger Güter nach Deutschland zu verlagern. Dulig verwies darauf, dass Sachsens Unternehmen jedes Jahr Waren im Wert von rund 40 Milliarden exportieren, der Import beläuft sich auf einen Wert von rund 27 Milliarden Euro. Das zeige, dass Sachsen auf funktionierende europäische und internationale Liefer- und Wertschöpfungsketten angewiesen ist.

Dennoch sei es als Lehre aus der Corona-Krise wünschenswert, essenzielle Grundgüter - etwa Grundstoffe für Arzneimittel - künftig wieder in Deutschland oder in europäischen Nachbarländern herzustellen. Der Bund wolle diese Entwicklung im Konjunkturpaket mit einer Milliarde Euro fördern, so Dulig. Nach der Krise komme dem europäischen Wirtschaftsraum eine noch größere Bedeutung zu, gab sich der Minister überzeugt. «Heimische Produktion» heiße da nicht unbedingt sächsisch, sondern beziehe die europäischen Länder ein. Dulig sprach sich für europaweite Rahmenbedingungen mit ökologischen und sozialen Standards aus.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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