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Auschwitz-Überlebender ist Ehrenbürger von Chemnitz

26.01.2017 von

Chemnitz hat den KZ-Überlebenden Justin Sonder zum Ehrenbürger ernannt. Damit würdigte der Stadtrat am Mittwoch das Engagement des 91 Jahre alten Chemnitzers bei der Aufarbeitung der Verbrechen gegen die Menschheit während des Nationalsozialismus. «Er hat erlebt, welche grausamen Folgen es haben kann, wenn Ausgrenzung, Hass und Antisemitismus gesellschaftsfähig werden. Die Erinnerung wachzuhalten, damit sich Geschichte nicht wiederholt, daraus speist sich Justin Sonders Motivation», heißt es in der Begründung.

Justin Sonder ist Überlebender des Konzentrationslagers Auschwitz. Der gelernte Koch gehörte zur Delegation von Christian Wulff, der 2011 als erster Bundespräsident in Auschwitz eine Rede gehalten hatte. Bei Besuchen in Schulen und in Vorträgen berichtet Sonder über die Gräueltaten der Nazi-Zeit. Im Februar vorigen Jahres war Sonder Zeuge beim Prozess gegen den ehemaligen Auschwitz-Wachmann Reinhold Hanning in Detmold.

Sonder ist der 24. Ehrenbürger der Stadt Chemnitz. Als Erster war der Maler Karl Schmidt-Rottluff am 21. November 1946 für sein künstlerisches Lebenswerk mit der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet worden.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Bernd Thissen

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