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AfD-Politiker Junge kritisiert Höckes Holocaust-Rede

19.01.2017 von

Der rheinland-pfälzische AfD-Vorsitzende Uwe Junge hat seinen Thüringer Kollegen Björn Höcke wegen des Tons und der Thematik seiner umstrittenen Rede zum Holocaust-Gedenken kritisiert. «Ich würde mir wünschen, dass er dieses sensible Thema mit deutlich mehr Sorgfalt behandeln würde», sagte Junge am Donnerstag im Deutschlandfunk. Zumal das keinen Bezug zur Parteiprogrammatik habe. «Diese Ausflüge in die Zeit des Dritten Reichs sind absolut kontraproduktiv.»

Höcke hatte offensichtlich mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin während einer Veranstaltung in Dresden gesagt: «Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.» Später wies er die «bösartige und bewusst verleumdende Interpretationen» seiner Rede zurück. Er habe «den Holocaust, also den von Deutschen verübten Völkermord an den Juden, als Schande für unser Volk bezeichnet».

Auch Junge pflichtete dieser Interpretation bei. «Ich weiß, dass er das so nicht gemeint hat», sagte er mit Blick auf Höckes Kritiker. Er stimmte Höcke zu, dass sich Deutschland in der Reflexion der eigenen Geschichte nicht auf die «grauenhaften zwölf Jahre der Nazi-Diktatur» reduzieren lassen sollte.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Maurizio Gambarini

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