Das Geld ist nicht weg, es haben nur andere. Ein Senior aus Döbeln meldete sich am Abend des 9. Febnruar bei der Polizei, nachdem er mehrere zehntausend Euro verloren hatte. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen, teilte die Polizei mit.
Nach bisherigen Erkenntnissen erhielt der Mann im Tagesverlauf eine E‑Mail, die angeblich von seiner Bank stammte und vor unautorisierten Abbuchungen warnte. In der Nachricht wurde er aufgefordert, sofort die Hotline zu kontaktieren. Am Telefon gab sich einer der Täter als Bankmitarbeiter aus und forderte die Installation einer Software, um einen vermeintlichen Fernzugriff und damit den Schutz vor weiteren Abbuchungen zu ermöglichen. Im weiteren Verlauf gelang es den Betrügern, auf diese Weise Zugriff auf das System zu erlangen und insgesamt fast 50.000 Euro auf ein fremdes Konto zu überweisen. Der Geschädigte bemerkte das zu spät und informierte die Polizei, nachdem die Kontobewegungen ersichtlich wurden.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut auf typische Merkmale solcher Anrufe hin: Seriöse Bankmitarbeiter fordern niemals die Herausgabe von Zugangsdaten oder die Installation von Fernzugriffssoftware.
Zeugen oder Betroffene werden gebeten, sich an die Chemnitzer Kriminalpolizei zu wenden. Weitere Hinweise zu gängigen Betrugsmaschen und Prävention finden sich auf der Homepage der Polizei Sachsen: www.polizei.sachsen.de/de/23179.htm. Fachkundige Auskünfte erteilt die Polizeiliche Beratungsstelle der Polizeidirektion Chemnitz, Telefon: 0371 387-2990, E-Mail: beratungsstelle.pd-c@polizei.sachsen.de.
Die Polizei sagte. im Zweifelsfall sollte die Notrufnummer 110 gewählt werden. Die Ermittlungen zum Geldtransfer und den Tätern dauern an.