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#Monument in #Dresden mit geringer Akzeptanz

09.02.2017 von

DieSachsen.de hat Facebook-Nutzer gefragt, was sie von der Installation „Monument“ auf dem Dresdner Neumarkt vor der Frauenkirche halten. Wir haben ganz gewusst vier kurze Fragen gestellt, um ein Stimmungsbild zu bekommen. Wir erheben nicht den Anspruch, dass diese Umfrage repräsentativ ist, dennoch zeigt sie eine Tendenz, wie hoch die Akzeptanz des Kunstwerks ist.

Warum haben wir die Umfrage überhaupt gemacht? Es war festzustellen, dass die Facebook-Kommentare überwiegend negativ sind. Dies lässt sich auch damit begründen, dass Menschen sich eher ihren Unmut kundtun, als ihre Zufriedenheit zu äußern. Wir wollten nun wissen, ob sich das auch in einer Umfrage widerspiegelt.

Teilgenommen haben 834 Nutzer, nicht jeder hat jede Frage mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet, da auch Enthaltungen möglich waren.

Auf die Frage „Kennen Sie den wahren Hintergrund der Installation „Monument?“ haben 89 Prozent der Menschen mit „Ja“ geantwortet, nur 8 Prozent mit „Nein“, bei 3 Prozent Enthaltung. Damit könnte man schon mal unterstellen, dass die Idee dahinter verstanden und transportiert wurde, nur ist die Wahrheit ja immer subjektiv geprägt.

Interessiert hat uns natürlich auch, ob man grundsätzlich in Deutschland an die Zustände in Aleppo erinnern sollte. Hier haben 49 Prozent mit „Ja“ und 46 Prozent mit „Nein“ geantwortet. Jetzt könnte man sagen, dass die Mehrheit mit „Ja“ geantwortet hat, was faktisch richtig ist, dennoch sind sehr viele Menschen dagegen und zeigen kein Verständnis. Was aber klar wird, ist, dass sich die gefühlte große Ablehnung, die sich in den sozialen Medien breitgemacht hat, nicht bestätigt.

Deutlicher fällt das Ergebnis aus, ob Dresden ein guter Ort für die Installation ist. Hier stimmten fast 62 Prozent mit „Nein“ und nur 36,5 Prozent mit „Ja“. Diese Tendenz war irgendwie zu erwarten. ;-)

Bei der letzten Frage wollten wir herausfinden, ob es einen Zusammenhang zwischen PEGIDA und der Ablehnung gibt. Wir haben gefragt: „Stimmen Sie überwiegend den Argumentationen von PEGIDA zu?“. Das haben mehr als 57 Prozent verneint und 35.5 Prozent mit „Ja“ beantwortet. Für uns ist also kein klarer Zusammenhang zu erkennen. Vielmehr zeigt es, dass die Ablehnung des Kunstwerks „Monument“ verbreiteter ist, als von vielen angenommen.

Beachtlich ist aber die Zahl derer, die den PEGIDA Argumentationen zustimmen. Der Anteil ist viel höher als der Anteil der Bevölkerung, der montags auf die Straße geht und das wiederum sollte mit Blick auf die anstehenden Wahlen beachtet werden.

Mehr zum Thema: Dresden Kunst Aleppo Monument Frauenkirche

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