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Vereine freuen sich auf Saison unter normalen Bedingungen

Karnevalistinnen ziehen durch die Innenstadt. / Foto: Daniel Schäfer/dpa/Symbolbild
Karnevalistinnen ziehen durch die Innenstadt. / Foto: Daniel Schäfer/dpa/Symbolbild

Im vergangenen Jahr mussten Karnevalisten in Sachsen auf große Feiern und Festumzüge verzichten. Nun dürfen die Vereine im Freistaat auf einen normalen Karnevalsauftakt hoffen - erstmals seit Beginn der Pandemie.

Die sächsischen Karnevalsvereine freuen sich auf den ersten Saisonstart unter normalen Bedingungen seit Beginn der Corona-Pandemie. «Am Freitag planen wir einen ganz normalen, traditionellen Karnevalsauftakt», sagte der Vorstandsvorsitzende des Radeburger Carnevals-Clubs, Kai Drabe, der Deutschen Presse-Agentur. Vor den Augen vieler Schaulustiger will sich der Verein um 11.11 Uhr auf dem Marktplatz den Schlüssel zum Rathaus übergeben lassen. Die drei geplanten Prunksitzungen am Freitag, Samstag und am Samstag darauf sind nahezu ausverkauft. «Die Menschen haben einfach Bock auf Fasching, das spürt man», sagte Drabe.

In Leipzig darf am Freitag ebenfalls wieder ohne Auflagen gefeiert werden: «Wir sind sehr froh, endlich wieder einen 11.11. zu haben, der uns mit gutem Schwung in die neue Saison bringt», sagte die Vizepräsidentin des Förderkomittees Leipziger Karneval, Thèrese Hennig. In dem Komitee sind neun Karnevalsvereine aus Leipzig und Umgebung organisiert. Geplant ist in Leipzig neben der Übergabe des Rathausschlüssels die Bekanntgabe des Karnevalsoberhauptes, die Löwin Leila. Die meisten der knapp 190 Mitgliedervereine des Verbandes Sächsischer Carneval sind ebenfalls «frohen Mutes» und bereiten sich auf einen normalen Start vor, sagte Sprecher Michael Rohde.

Der Verband will am Samstag (14.00 Uhr) in Dresden das restaurierte Karnevalsdenkmal auf dem Palaisplatz einweihen. Ab Mitte Januar planen die Vereine des Verbandes dann eine «halbwegs normale Saison», sagte Rohde weiter. So gebe es viele Veranstaltungspläne, ob und wie diese umgesetzt werden können, hänge allerdings von der Entwicklung der Infektionszahlen ab, die bislang noch nicht abzusehen ist. Deshalb würden die Pläne vorerst nur mit «angezogener Handbremse» vorangetrieben. Die Pandemie ist aber nicht das einzige Problem, das die Vereine beschäftigt. Hinzu kämen ein Mitgliederrückgang, steigende Energiekosten und die Inflation.

Die Karnevalisten versuchen trotzdem, zuversichtlich zu bleiben. In Radeburg fand vor der Pandemie Sachsens größter Umzug statt. Der neue Vereinsvorsitz Drabe zeigte sich optimistisch, dass es im kommenden Jahr wieder einen Umzug geben wird: «Aktuell lässt alles, was in Richtung Auflagen geht, nichts Schlimmes vermuten und wir hoffen, es bleibt auch so.» Auch in Plessa (Landkreis Elbe-Elster) und Leipzig sollen im nächsten Jahr wieder Umzüge stattfinden. Auch hier herrscht Hoffnung: «Derzeit sieht es recht gut aus», sagte Thèrese Hennig vom Leipziger Karnevalskomittee.

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