Trotz Inflation und Preiserhöhungen spüren die Pfefferküchler im ostsächsischen Pulsnitz keinen Rückgang in der Nachfrage. «Die Kunden vermitteln uns das Gefühl, dass sie weiterhin Geld für Pfefferkuchen ausgeben wollen», sagte Innungsobermeister Peter Kotzsch. Er führt in der Kleinstadt einen der acht Familienbetriebe, die das ganze Jahr über ausschließlich vom Verkauf dieser Backware leben. Nicht nur in seiner Firma laufe das Geschäft gut, schätzt der Inhaber der Pfefferküchlerei Hermann Löschner.
Derzeit herrscht Hochbetrieb in den Backstuben der kleinen Handwerksbetriebe. Sie rüsten sich für den Pfefferkuchenmarkt, der alljährlich am ersten Novemberwochenende stattfindet. Seit der Premiere 2003 wissen die Pfefferküchler, dass sie an ihren Ständen ausreichend Vorrat haben sollten, um den Ansturm von Käufern parieren zu können. «Mitte August stürzen wir uns in die Produktion», sagt Peter Kotzsch. Pfefferkuchen seien eine Dauerbackware und ohne Füllung mindestens zwei Jahre haltbar, so dass sie ohne Bedenken auf Lager produziert werden könnten.