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Streit um Kunstinstallation: Stadt Görlitz darf sie abbauen

Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Die Stadt Görlitz darf die umstrittene Installation «Kulisse» der Dresdner Künstlerin Lisa Maria Baier kostenpflichtig beseitigen. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen hat deren Beschwerde im Eilverfahren gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Dresden vom 26. Juli zurückgewiesen. Damit sei ihr Antrag, die Stadt zu verpflichten, die angekündigte Demontage vorläufig nicht auszuführen, «rechtskräftig abgelehnt», teilte das OVG am Mittwoch mit. Die Kündigung des Vertrages im Zusammenhang mit der Ausstellung «Görlitzer Art» durch die Stadt sei auch unter Berücksichtigung der Kunstfreiheit wirksam.

Nach Auffassung des zuständigen Senats hatte Baier das Recht, ihr von einer Jury ausgewähltes Kunstwerk öffentlich auszustellen. Die tatsächliche Installation entspreche nicht dem prämierten Beitrag, für dessen Aufstellung fehle es an der nötigen Sondernutzungserlaubnis, begründeten die Richter ihren Beschluss, der den Angaben nach unanfechtbar ist.

Das Kunstwerk, das die Debatte um Abtreibung im Nachbarland Polen thematisiert, sorgt seit Wochen für Konflikt in der sächsischen Grenzstadt. Aus Sicht der Stadt steht es im Widerspruch zu dem im «Görlitzer Art»-Wettbewerb prämierten Kunstobjekt. Sie hatte den Vertrag mit Baier fristlos gekündigt und die Demontage der Installation angekündigt. «Kulisse» habe ursprünglich Görlitz als internationalen Drehort zum Thema gehabt und nun das Thema Frauenrechte und Abtreibung in Polen zum Gegenstand, hieß es.

Homepage der Künstlerin

Informationen zur "Görlitzer Art 2021/22"

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH