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Staatskapelle Dresden leitet Schostakowitsch Tage ein

Blick am Abend auf die Semperoper auf dem Theaterplatz. / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Blick am Abend auf die Semperoper auf dem Theaterplatz. / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Mit einem Konzert in der Semperoper hat die Sächsische Staatskapelle Dresden am Mittwochabend die Internationalen Schostakowitsch Tage in Gohrisch (Sächsische Schweiz) eingeleitet. Offiziell eröffnet wird das Festival zu Ehren des sowjetischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) am Donnerstag in der Konzertscheune von Gohrisch. Die Staatskapelle bestritt quasi das Vorspiel zu dem Musikfest, das jedes Jahr namhafte Interpreten und Publikum aus dem In- und Ausland anzieht.

Beim Konzert unter Leitung des israelischen Dirigenten Omer Meir Wellber trat mit Vadim Gluzmann ein weltweit gefragter Geiger als Solist in Erscheinung. Flankiert von den beiden Schostakowitsch-Symphonien Nummer 1 und 9 spielte er das 1. Violinkonzert «Offertorium» von Sofia Gubaidulina. Der Geiger, das Orchester und sein Dirigent wurden vom Publikum für alle Werke ausgiebig gefeiert.

Gluzman bedankte sich mit einer Zugabe, die er dem ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov widmete. Der 84-Jährige soll am Samstag in Gohrisch den Preis des Festivals erhalten. Er müsse in einer Stadt wie Dresden nicht erklären, was Krieg bedeutet, sagte Gluzman und erinnerte an seine Kollegen in der Ukraine.

Die Internationalen Schostakowitsch-Tage haben ihr Programm wegen des russischen Krieges gegen die Ukraine aktualisiert und führen auch Werke ukrainischer Komponisten auf. Da Schostakowitsch selbst unter Diktator Stalin litt und Opfer staatlicher Willkür war, erscheint seine Musik in diesen Tagen aktueller denn je.

Schostakowitsch war zwei Mal in Gohrisch in einem Gästehaus der DDR-Regierung zu Gast. Im Juli 1960 komponierte er dort sein 8. Streichquartett. Es gilt als musikalische Abrechnung mit Stalin.

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