Der Schauspieler Ernst-Georg Schwill ist in Berlin beigesetzt worden. Angehörige und Freunde gaben dem stets berlinernden Darsteller am Montag auf dem Friedhof der Georgen-Parochialgemeinde in Prenzlauer Berg das letzte Geleit, als die Urne in die Erde gelassen wurde. Unter den etwa 70 Trauergästen, die wegen Corona Masken trugen, waren nach Angaben des Eulenspiegel-Verlages Schauspielerin Renate Geißler sowie die Schauspieler Klaus Gehrke, Jürgen Trott, Otmar Richter und Carl Heinz Choynski.
Schwill war am 9. April im Alter von 81 Jahren in einem Berliner Krankenhaus gestorben. Der Verlag hatte mitgeteilt, Mitarbeiter, Leser und Fernsehzuschauer behielten den Mimen in guter Erinnerung.
Der Ur-Berliner spielte in der DDR in zahlreichen Defa-Filmen mit, unter anderen in dem Streifen «Berlin - Ecke Schönhauser...». Zu dem Film hatte Wolfgang Kohlhaase das Drehbuch geschrieben.
Nach dem Mauerfall war Schwill in TV-Krimis wie dem ARD-Tatort zu sehen. In etlichen Folgen, die der RBB verantwortete, sorgte Schwill als unverzichtbarer Assistent Lutz Weber mit unverkennbarer «Berliner Schnauze» für Lokalkolorit. Auch in der Romanverfilmung «Der Turm» nach dem Buch von Uwe Tellkamp spielte Schwill mit.