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«Schalom»: Jüdische Woche beginnt am Sonntag in Leipzig

Bei der Festivalwoche «Schalom» will Leipzig ab Sonntag das jüdische Leben als Teil der Stadt präsentieren. Die Veranstaltungsreihe sei Teil der bundesweiten Feierlichkeiten zum 1700-jährigen Bestehen jüdischer Kultur und Geschichte, sagte Kulturdezernentin Skadi Jennicke am Mittwoch.

Das Programm umfasst über 100 Veranstaltungen, die sowohl digital als auch analog stattfinden werden. Mit Konzerten, Lesungen, Filmen, Stadtrundgängen, Sport-, Theater- und Tanzveranstaltungen soll jüdische Kunst und Kultur erlebbar gemacht werden. Ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt wie beispielsweise eine 101-jährige Holocaust-Überlebende werden in digitalen Zeitzeugengesprächen über Kindheitserlebnisse berichten. Auch das Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus werde Mittelpunkt zahlreicher Begegnungen, Ausstellungen und Rundgänge sein.

«Das Festival ist vor dem Hintergrund antisemitischer Vorfälle auch in dieser Stadt ein Zeichen und Signal, sich mit der jüdischen Kultur auseinanderzusetzen», sagte Jennicke, denn diese sei Teil der Stadt. Leipzig beheimatet nach Angaben des Kulturamtes nach Berlin die größte jüdische Gemeinde Ostdeutschlands. «Obwohl der Blick und die Gedanken an die jüdische Vergangenheit nicht immer sorgenlos sind, schauen wir stolz und optimistisch in die Zukunft», sagte der Vorstandsvorsitzende der israelitischen Religionsgemeinde Leipzig, Küf Kaufmann.

Die Jüdische Woche wird alle zwei Jahre vom Kulturamt gemeinsam mit dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e. V. ausgerichtet. Am Sonntag wird das Festival durch den Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) auf dem Augustusplatz vor der Oper eröffnet. Rund 150 geladene Gäste sind vor Ort zugelassen, die Feier werde auch per Livestream gezeigt. Das Abschlusskonzert findet am 4. Juli im Gewandhaus statt.

Webseite Stadt Leipzig

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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