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Retrospektive zum 150. Geburtstag von Ernst Barlach

14.07.2020 von

Foto: Blick auf das Dresdner Albertinum. Foto: Arno Burgi/zb/dpa/Archivbild

Das Dresdner Albertinum bereitet zum 150. Geburtstag von Ernst Barlach (1870-1938) eine Ausstellung zu dem bedeutenden Expressionisten vor. Die mit rund 230 Werken aus allen Schaffensperioden umfangreiche Retrospektive zu dem Künstler, einem der bedeutendsten Bildhauer, Grafiker und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, ist von 8. August bis zum 10. Januar 2021 zu sehen, wie die Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) am Dienstag ankündigten. Sie entsteht in Kooperation mit dem Ernst Barlach Haus - Stiftung Hermann F. Reemtsma in Hamburg und der Ernst Barlach Stiftung in Güstrow.

Im Mittelpunkt stehen Zeichnungen, Drucke, Skizzenbücher und Holzskulpturen, denen Barlach seine Bedeutung als Bildhauer verdankt. Werke wie «Das frierende Mädchen» (1917), «Der Rächer» (1922) und «Der Asket» (1925), die Fragen zur menschlichen Existenz stellen, gehören zu den Herzstücken der Präsentation. Der Fokus der Schau liegt laut SKD auf Barlachs noch vom Jugendstil geprägten und bisher wenig beleuchtetem Frühwerk. Daneben werden seine Dresdner Studienzeit 1891 bis 1894 als Schüler von Bildhauer Robert Diez (1844-1922), seine Verfemung als «entartet» in der Nazi-Zeit sowie seine Rezeption und Anerkennung in beiden deutschen Staaten nach 1945 thematisiert.

Der in Wedel bei Hamburg geborene und in Rostock gestorbene Künstler hinterließ mit über 10 000 Skizzen, 2800 Zeichnungen, mehr als 600 plastischen Arbeiten sowie acht Dramen und einer umfangreichen Prosa ein opulentes Oeuvre. Schauspieler Charly Hübner («Polizeiruf 110») und Schriftsteller Ingo Schulze geben am 5. November mit einer Lesung aus der Neuausgabe der Barlach-Briefe Einblick in dessen Gedanken.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Blick auf das Dresdner Albertinum. Foto: Arno Burgi/zb/dpa/Archivbild

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