Die seit Jahrzehnten für die Kultur in der Lausitz engagierte Sabine Schubert aus Pulsnitz (Landkreis Bautzen) ist mit der Maecenas-Ehrung des Arbeitskreises selbstständiger Kultur-Institute (AsKI) 2021 ausgezeichnet worden. Damit würdigte die Jury «erstmals herausragendes kulturelles Engagement, das ohne großes Vermögen Einzigartiges leistet und bewirkt». Schubert stehe «beispielhaft für das Mäzenatentum in Sachsen, für Kreativität und Tatkraft», gratulierte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) laut Mitteilung zur Verleihung am Montag in der Staatskanzlei.
Schubert gründete 1991 den Ernst-Rietschel-Kulturring, der von 1991 bis 2013 den nach dem Bildhauer benannten Kunstpreis vergab. 2005 wurde das Geburtshaus des Künstlers erworben, der auch das Goethe-Schiller-Denkmal in Weimar oder das Luther-Denkmal in Worms schuf, und ein Museum eingerichtet. Schubert rettete zudem Stadtmuseum und Pfefferkuchenmuseum. Aus einem ehemaligen Supermarkt machte sie den Ostsächsischen Kunstverein. Und auch im Ruhestand setzt sie sich in einer Stiftung für eine nachhaltige Kulturförderung in ihrer Heimat ein.