Nach der Kritik an den Gedenkstätten-Plänen zum früheren Konzentrationslager Sachsenburg will die Stadt Frankenberg die Wettbewerbs-Preisträger zu einem Gespräch einladen. Man bedauere, dass das aus zeitlichen Gründen bislang nicht möglich gewesen sei, teilte eine Sprecherin am Dienstag mit. Bei dem Gespräch in den kommenden Tagen sollten noch einmal die Ziele des von der Stadt ausgelobten internationalen Wettbewerbs verdeutlicht werden. Zunächst hatte die «Freie Presse» berichtet.
Auslöser der Kritik war in der vergangenen Woche, dass die Stadt keinen der beim Ideenwettbewerb prämierten Entwürfe umsetzen will. Stattdessen entschied sie sich für einen zuvor ausgeschiedenen Beitrag. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Stadtrat im September gefasst. Die Einreicher der mit Preisen oder Anerkennungen prämierten Entwürfe monierten in einem gemeinsamen Schreiben, dieses Vorgehen widerspreche den Richtlinien für Planungswettbewerbe und dem Auftragsversprechen bei der Auslobung selbst.
Kritisiert wird, dass mit ihnen vor der Entscheidung nicht gesprochen oder verhandelt worden sei. Ihren Widerspruch haben sie nicht nur an die Stadt, sondern auch an Bundeskulturstaatsministerin Monika Grütters und Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (beide CDU) adressiert. Darin schließen sie auch rechtliche Schritte nicht aus.