Andreas Gabalier hat mit seinem «Volksrock'n' Roll» das Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion zum Kochen gebracht - und das bei hochsommerlichen Temperaturen. Beim zweiten Konzert seiner Deutschland-Tour feierten 20.000 Fans im ausverkauften Stadion des neuen Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden den 40 Jahre alten Musiker und seine Band ausgelassen. Augenscheinlich sprang der Funke auf die Bühne über. Denn noch in der Nacht adelte Gabalier das Konzert auf Instagram: «Dresden - ein Denkmal! Vielleicht sogar die gewaltigste Show, die wir jemals erleben durften ...»
Gabalier steht «modern gelebte Tradition»
Am besten sei es, mit einem breiten Lächeln in den Tag zu starten, sagte Gabalier. Viele solcher Werte habe er im Laufe der Jahre in seine Songs einfließen lassen. Seinen Musikstil beschrieb er als «modern gelebte Tradition». Das habe ihm zu 99 Prozent Sonnenschein eingehamstert. Schon sein Großvater habe gemeint, man müsse sich am Abend in den Spiegel schauen können. «Ich kann das bis heute.» Sein Lebensweg sei ein Beispiel dafür, dass es immer irgendwie weitergehe. Es brauche ab und zu im Leben auch Tiefen, die einen stärken und wieder mit beiden Beinen im Leben stehen lassen.
Tina Turner und Brian Adams als Vorbilder
Gabalier verriet auch, dass er vom kanadischen Rockstar Brian Adams als Vorband eingeladen worden sei. Adams hatte der Österreicher genauso wie Tina Turner wegen der unbändigen Vitalität wiederholt als Vorbild genannt. Adams habe ihm gesagt, dass es nicht selbstverständlich ist, in diesen Zeiten friedliche und gesellige Zeiten feiern zu dürfen. «Mögt ihr immer gesund und voller Lebensfreude nach Hause kommen», rief er den Fans zu. Bei einem Gottesdienst in seiner Heimat Graz hatte er unlängst für die Todesopfer eines Amoklaufes an einer Schule gesungen.
Am Ende forderte das Publikum lautstark mit eigenem Gesang den Hit «Hulapalu» als Zugabe. Gabalier sagte, das habe es nach 1.000 Konzerten so noch nie gegeben: «Das ist der Osten.» Dieser Abend werde für ihn in seine Konzertgeschichte eingehen.
Am 11. und 12. Juli geht es für Gabalier nach Erfurt und Aspach. Am 1. und 2. August folgen Schwarzenberg und München, am 9. August Aschaffenburg.
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten