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Konzert für Orchester und Elb-Schaufelraddampfer in Dresden

Bei ihrem neuen Projekt «Elbkarawane» lassen die Dresdner Sinfoniker ordentlich Dampf ab. Das Stück «Vapora Fortis» von Andreas Gundlach wird am Samstag (18.30 Uhr) mitten auf der Elbe vor der Silhouette der Dresdner Altstadt uraufgeführt. Dabei sind die Solisten so spektakulär wie das Setting. «Concerto Grosso für fünf Schaufelraddampfer und Orchester» hat Gundlach sein Werk untertitelt und setzt dabei auf die laut tönenden und dampfenden Pfeifen von fünf historischen Dampfern.

Sie treten neben Bläsern, Schlagwerk, Klavieren und Streichern solistisch in Erscheinung, die Orchestermitglieder nehmen auf schwimmender Bühne Platz - einem Schubverband mitten im Fluss. Auf den Schiffen sorgen unermüdliche Heizer für konstanten Kesseldruck und die Kapitäne bedienen die Dampfpfeifen per Pedal. Es gibt jeweils einen separaten Dirigenten, der die Partitur verfolgt und die Anweisungen des Hauptdirigenten Premil Petrović auf dem Schubverband an die Kapitäne weitergibt.

Die «Elbkarawane» kommt schon ab Mittag «in Fluss». Einzelne Instrumentalgruppen der Dresdner Sinfoniker schiffen sich ein paar Kilometer stromaufwärts in Pillnitz ein und geben auf kleinen Booten auf der Fahrt bis in die Innenstadt kostenfreie Mini-Konzerte: an Anlegestellen, Kieselstränden, Uferwiesen. Später steigen sie auf den 100 Meter langen Schubverband um, für die 1000 Konzertgäste ist ein Areal am Königsufer reserviert.

Nach dem «Pfeifkonzert» folgt eine weitere Uraufführung, von «Being» des Amerikaners Michael Torke, einem Vertreter des Post-Minimalismus, jener Richtung, die der Minimal Music der 1960er Jahre neue Elemente aus Jazz und Pop hinzufügt.

Dresdner Sinfoniker

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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