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Gedenkstättenstiftung benennt Torgauer Zentrum um

Barbara Klepsch (CDU), Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, lächelt. / Foto: Kristin Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Barbara Klepsch (CDU), Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, lächelt. / Foto: Kristin Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Das Torgauer Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) wird im Zuge seiner Neuausrichtung nach 30 Jahren umbenannt. Die Einrichtung der Stiftung Sächsische Gedenkstätten ist nach einem Stiftungsratsbeschluss der «Erinnerungsort Torgau. Justizunrecht - Diktatur – Widerstand». Er soll das früher von dort ausgegangene Justizunrecht dokumentieren und den Widerstand mutiger Menschen, die sich gegen die Unrechtsregime im 20. Jahrhundert stellten, würdigen, sagte Stiftungsratsvorsitzende und Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU).

In den Torgauer Militärgefängnissen waren im Zweiten Weltkrieg Deserteure, Kriegsgegner und Widerstandsangehörige aus ganz Europa inhaftiert. Mit dem Reichskriegsgericht war der Ort das Zentrum der nationalsozialistischen Militärjustiz. Nach 1945 befanden sich Tausende in zwei sowjetischen Speziallagern und zu DDR-Zeiten waren dort Erwachsene und Jugendliche auch aus politischen Gründen in Haft. Eine neue Dauerausstellung soll ab Ende 2023 die Rolle der Militärjustiz als Herrschaftsinstrument der Nationalsozialisten und anhand zahlreicher Biografien den damaligen Widerstand gegen Krieg und Diktatur nachzeichnen.

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